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Auf dem Holzmarkt gegen das Sterben: Rund hundert Teilnehmer bei Antikriegs-Demo

Aufstacheln gegen die Kriegstreiber

Die Gruppen, die sich am Samstagmittag auf dem Holzmarkt zur alljährlichen Antikriegs-Demo trafen, waren vielfältig. Mindestens ein Ziel vereint sie jedoch: Frieden in der Welt.

31.08.2014

Tübingen. Am Montag wird Angela Merkel in einer Sondersitzung des Deutschen Bundestag eine Regierungserklärung abgeben, in der sie auch auf die geplanten Waffenlieferungen an die Peschmerga im Nordirak eingehen wird. Der Bundestag wird darüber zwar diskutieren, eine Abstimmung, wie sie die Oppositionsparteien gefordert hatten, wird es jedoch nicht geben.

Für Walburg Werner vom Tübinger Friedensplenum ist es ungeheuerlich, dass eine solche Debatte ausgerechnet am 1. September geführt wird. Am Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen, mit dem 1939 der Zweite Weltkrieg begann, wird traditionell der Antikriegstag begangen. Das Friedensplenum lud in diesem Jahr bereits zwei Tage früher auf den Holzmarkt, um gegen Krieg, Waffenlieferungen und Bundeswehrwerbung in der Schule und für Frieden in der Welt zu demonstrieren.

Im Friedensplenum sind unterschiedlichste Gruppen versammelt: Die Friedensmahnwache ist ebenso dabei wie Pax Christi, der Frauenverband Courage ebenso wie der Kurdische Verein Reutlingen. Auch Banner von der Linken und der MLDP zierten den Holzmarkt. Neun Redner traten insgesamt ans Mikrophon, rund hundert Demonstranten hörten ihnen zu – und quittierten ihre Anklagen und Forderungen mit Beifall.

„Die Friedensbewegung ist vielfältig“, lobte Jens Rüggeberger vom Friedensplenum, mahnte aber auch: „Sie muss noch viel stärker werden!“ Um sich für ein friedliches Miteinander der Völker einzusetzen, konnten die Demonstranten sich auf mehreren Unterschriftenlisten eintragen. Eine richtete sich gegen den Einsatz von Kampfdrohnen, eine andere gegen Bundeswehrwerbung in Schulen, Hochschulen und Ausbildungsstätten: „Keine Werbung für das Sterben“, forderte die Kreisrätin der Linken Gisela Kehrer-Bleicher in ihrer Rede.

Gegen eine Spende wurden obendrein Kakteen abgegeben – unter dem Motto: „Aufstacheln gegen die Kriegstreiber“.

Die deutschen Waffenlieferungen an die Kurden im Nordirak werden sich auf diese Weise nicht mehr verhindern lassen. Und das obwohl zwei Drittel der Bevölkerung gegen Waffenlieferungen seien, wie Walburg Werner betonte. „Die Regierungsparteien werden es trotzdem durchdrücken. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns immer weiter für Frieden in der Welt einsetzen.“ far

Aufstacheln gegen die Kriegstreiber
„Aufstacheln gegen die Kriegstreiber“ – unter diesem Motto wurden bei der Antikriegs-Demo auf dem Holzmarkt Kakteen abgegeben. Bild: Metz

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31.08.2014, 12:00 Uhr

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