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Kommentar zu Merkels Besuch in Polen

Ausgestreckte Hand

Deutlicher als mit ihrem raschen Antrittsbesuch konnte es die Kanzlerin der Warschauer Führung kaum signalisieren: Die Bundesregierung ist trotz aller Misstöne in den vergangenen zwei Jahren an einem guten Verhältnis zu Polen interessiert und daran, dass Warschau nicht gegen, sondern für die EU arbeitet.

20.03.2018
  • DIETRICH SCHRÖDER

Mit Blick auf die französischen Pläne für einen gemeinsamen Haushalt der Euro-Länder, denen Merkel skeptisch gegenübersteht, könnte Polen sogar ein Korrektiv sein. Deshalb ist auch das lange vergessene „Weimarer Dreieck“ aus Berlin, Paris und Warschau als Instrument des Interessenausgleichs in der EU wieder im Gespräch.

Für die PiS-Regierung könnte dies die Chance sein, innerhalb der Gemeinschaft wieder an Reputation zu gewinnen. Allerdings müsste man dafür wohl zu Korrekturen bei der Justizreform bereit sein und auch die bisher antideutsche Rhetorik deutlich verändern. Möglicherweise wäre Merkel dann sogar bereit, auch beim Projekt Nord Stream 2 einzulenken. Freilich ist noch nicht abzusehen, ob die PiS diese Chance nutzt. Bisher spielte Außenpolitik für ihre Parteispitze nur eine Nebenrolle.

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20.03.2018, 06:00 Uhr

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