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46.000 Lastwagen Erde und Stein

Aushub des Achalmtunnels rollt per Laster

460.000 Kubikmeter Erde und Gestein – beim Bau des Achalmtunnels werden gut 46.000 Lastwagen Abraum anfallen. Material, das nicht über die Schiene transportiert werden kann, sondern per Straße zu den Erddeponien gefahren wird.

11.02.2010
  • Matthias Stelzer

Reutlingen. Fast zwei Kilometer lang wird der Achalmtunnel sein, wenn er 2016 in Betrieb geht. 97 Millionen Euro werden bis dahin in das Bauwerk gesteckt, von dem 1,6 Kilometer bergmännisch, also per Ausbruch und Sprengungen, hergestellt werden. Pro Tag soll der Tunnen drei bis vier Meter vorangetrieben werden, berichtete Norbert Heinzelmann von der Abteilung Straßenbau Nord des Tübinger Regierungspräsidiums am Dienstagabend in der Sitzung des Bauausschusses des Reutlinger Gemeinderats.

Die Räte beschäftigte dabei mit am meisten das Entsorgungskonzept für den Abraum. Einen Antrag der SPD-Fraktion, zu prüfen, ob der Aushub und -bruch des Tunnelbauwerks auch per Schiene transportiert werden könne, beschieden die Bauleiter des Regierungspräsidiums gleich negativ. Denn beiden Erddeponien, die das Material aufnehmen sollen, fehlt es am Schienenanschluss.

Deshalb sollen die „Überschussmassen“ jetzt umweltverträglich auf der Straße transportiert werden – was heißt: „möglichst ortsdurchfahrtsfrei“. Um dieser Vorgabe gerecht zu werden, wollen die Bauleiter, den Abraum des Nordportals (am Efeu) auf die Eninger Erddeponie „Renkenberg“ (am Albaufstieg Richtung St. Johann) fahren. Und das beim Südbahnhof anfallende Material soll auf die Deponie „Saurer Spitz“ (bei der Alteburg) gebracht werden – über die Alteburg Straße.

Insgesamt fallen 460 000 Kubikmeter Abraum an. Das heißt es werden um die 46 000 Lastwagenfahrten nötig werden. Die verteilen sich laut Heinzelmann aber. Lediglich wenn der Aushub vor den Tunnelportalen läuft, könnten die Fahrten – gerechnet wird mit 130 bis 150 am Tag – spürbar werden. „Wir rechnen dann mit etwa 13 Fahrzeugen pro Stunde“, sagte Heinzelmann. Danach, wenn der Tunnel vorangetrieben wird, reduziere sich die Zahl auf etwa vier Lastwagen in der Stunde.

„Das wird man kaum merken“, sagte Heinzelmann – und fragte in die Runde, ob zuletzt jemand zusätzliche Lastwagenfahrten in der Innenstadt bemerkt habe. Es meldete sich niemand aus dem Ausschuss-Gremium, und der Bauleiter des Regierungspräsidiums gab Preis, dass bereits 25 000 Kubik, also 2500 Lastwagen, abgefahren worden seien.

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11.02.2010, 12:00 Uhr

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