Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Gegenständliches aus mehreren Jahrzehnten

Ausstellung mit Werken von CHC Geiselhart ab Samstag im Glatter Wasserschloss

Einen breiten Querschnitt des gegenständlichen Werks von CHC Geiselhart präsentiert die Stadt Sulz in Zusammenarbeit mit dem Glatter Maler Norbert Stockhus vom 19. Juli bis 24. August im Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt. Gezeigt werden Portrait-Serien, Landschaftsbilder und Stillleben von den 1970er-Jahren bis heute in verschiedenen Techniken.

17.07.2014
  • cristina priotto

Glatt. Wie ein Leitmotiv taucht in vielen der Werke am Rand die paarige Lanzettform auf, ein Markenzeichen von CHC Geiselhart seit Beginn der 1990er-Jahre.

Im Fürstensaal liegt der Schwerpunkt auf Portraits: Gezeigt werden einige Bleistift-, Kreide- und Kohlezeichnungen sowie Radierungen von Familienmitgliedern und 15 Linolschnitte aus der Reihe „Im Meer der Zeit“, in der der Künstler „Künstlerfreunde und Persönlichkeiten verewigt hat, die ihn in seinem Schaffen beeinflusst und inspiriert haben“, wie Geiselhart-Tochter Catharina gestern bei einem Rundgang erklärte.

Darunter ist auch ein Bildnis des Kollegen Norbert Stockhus, der die aktuelle Ausstellung organisiert.

Den einstigen Bernsteinschul-Lehrer HAP Grieshaber würdigt Geiselhart mit einer Hommage.

Gegenüber hängt eine Serie mit Portraits berühmter Literaten wie Goethe, Dostojewski oder Grass, mit Acrylfarben auf Pappe gemalt.

Etwas Besonderes sind die Selbstportraits, die der 1949 geborene CHC Geiselhart ab Anfang der 1970er-Jahre von sich anfertigte.

Einen Schnellkurs in Kunstgeschichte bietet die Radierung „Allegorische Heimsuchung im Atelier“, auf der Kenner viele Vorbilder des Künstlers entdecken können.

Einen modernen Kontrast dazu setzt die Auswahl an am Computer bearbeiteten Fotos über das Salzburger Land, die zweite Heimat des Künstlers, im Südost-Turm.

Beim Gang durch die Galerie können die Besucher ab Samstag kleinteilige Radierungen näher betrachten, darunter einen Zyklus über die vier Jahreszeiten nach einem Gedicht Hölderlins, zwei Monatsbilder von 1984, in denen CHC Geiselhart seine Sichtweise auf die persönlich wichtigen Ereignisse dieses Jahres verarbeitet hat.

Der hintere große Raum ist dem Thema Landschaftsportraits in unterschiedlichen Techniken gewidmet: Gebäude aus dem Steinlachtal finden sich als Radierungen, in Acryl oder als Bleistiftzeichnungen ebenso wie als „Blockbilder“.

Den Nordost-Turm haben Stockhus und Catharina Geiselhart als zweiten „Hölderlin-Turm“ gestaltet: Dort werden Radierungen über Hölderlin gezeigt, wobei deutliche Zitate berühmter Maler wie Hieronymus Bosch, William Hogarth oder Giorgione zu erkennen sind.

Das kleine Nebenzimmer ist als Kabinett mit Stillleben konzipiert: Obst malte CHC Geiselhart als „Blockbilder“ auf geschliffene und grundierte Holzbohlen so detailgetreu, dass man zuerst glaubt, Fotografien vor sich zu haben.

Thematisch in eine ganz andere Richtung gehen hingegen die Radierungen mit Studien von Werkzeugen, Beschlägen oder Kernen. Das für den Maler typische Zusammenspiel von Kunst und Literatur manifestiert sich in Aquarellen zu Lyrik von Rose Ausländer.

Nach der Gemeinschaftsschau „6 x 6“ von sechs Künstlern vor fünf Jahren bietet die neue Ausstellung bereits die zweite Möglichkeit, sich im Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt auf eine spannende Entdeckungsreise in das Werk und die Formensprache Geiselharts zu begeben.

Info Die Ausstellung wird am Samstag, 19. Juli, um 18 Uhr im Fürstensaal des Wasserschlosses eröffnet.

Ausstellung mit Werken von CHC Geiselhart ab Samstag im Glatter Wasserschloss
Einmal Längs- und einmal Querstreifen: Norbert Stockhus, Organisator der neuen Ausstellung und seit gemeinsamen Studienzeiten Freund CHC Geiselharts, zeigt ein Linolschnitt-Portrait, das der Künstler von ihm anfertigte. Bild: cap

Curt Hans Chrysostomus (CHC) Geiselhart ist am 31. August 1949 in Tübingen geboren.

An der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart studierte Geiselhart von 1969 bis 1974 unter anderem bei den Professoren Gunter Böhmer, Horst Bachmayer und Peter Grau.

Kunstgeschichte an den Unis in Stuttgart und Tübingen studierte CHC Geiselhart von 1970 bis 1976.

Seit 1974 ist der Künstler mit Malerei, Skulptur/Objekten, Druckgrafik, Büchern, Videos, Filmen und Vorträgen auf vielfältige Weise tätig.

Bei zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland hat der in Nehren und in der Aschau im Salzburger Land lebende Künstler in den vergangenen Jahrzehnten seine Werke präsentiert.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

17.07.2014, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball