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Zu Gast bei Freunden

Austausch: Christen aus Tübingen und Israel

„Es ist wichtig, dass die Leute in Deutschland wissen, dass es arabische Christen in Israel gibt und wie dort alle Araber behandelt werden.“ Das ist das Ziel von Elias Abu-Oksa, der seit drei Jahren Besuche aus den Tübinger Gemeinden nach Nordgaliläa in sein christliches Heimatdorf Mi’ilya organisiert.

10.07.2012

Ende der Sommerferien 2011 brachen wir, 18 Jugendliche und Erwachsene aus den katholischen Gemeinden Tübingens, unter der Leitung von Pfarrer Dominik Weiß in Richtung Israel auf. Dort gingen wir in ein fünf Kilometer von der libanesischen Grenze entferntes Dorf namens Mi’ilya. Dort leben melkitische griechisch-katholische Christen.

Die Lage dieser arabischstämmigen Christen in Israel ist besonders schwierig, da sie zwischen beiden Parteien in diesem Konflikt stehen: Die Moslems sehen sie als Christen an, die Israelis als Araber. Dieses Problem machte sich der Touristenführer Elias Abu-Oksa zum Thema. Er organisierte zusammen mit seinem deutschen Freund Dominik Weiß erst einen Besuch Erwachsener und vergangenes Jahr einen Besuch Jugendlicher aus Tübingen .

Wir wurden in Mi’ilya von unseren Gastgebern freundlich empfangen und lernten sechs Tage lang Region und Menschen kennen. Sie erzählten unter anderem über ihre Lage als Araber und Christen dort. So kam es unter anderem zu Begegnungen mit christlichen Arabern, deren Dorf Igrit während des Krieges von 1948 bis auf die Kirche zerstört wurde. Sie kämpfen nun seit Jahren darum, wieder in ihre alte Heimat zurück zu kehren.

Nachdem wir sechs Tage die arabische Gastfreundschaft erfahren durften, gingen wir nach Bethlehem, das in der palästinensischen West-Bank liegt, und machten vier Tage Touristenprogramm. Jedoch lernten wir auch die politische Lage kennen, mit der ständigen Präsenz der Mauer und der Checkpoints, die Israel und Palästina voneinander trennen. Das waren sehr eindrucksvolle Einblicke in die dortige Problematik.

Vor einigen Tagen kamen Abu-Oksa und 19 Israelis aus seinem Dorf zum Gegenbesuch nach Tübingen, wo sie viele Gespräche führten, unter anderem mit Schülern. Heute reist die Gruppe wieder ab. Christoph Beyer, 16

Austausch: Christen aus Tübingen und Israel
Eine Mauer trennt Israel und Palästina: Das Foto entstand in Bethlehem. Bild: Beyer

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10.07.2012, 12:00 Uhr

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