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Auszeichnung für Roland Muschel
Korrespondent Roland Muschel erhält den Wächterpreis 2017. Foto: Marc Hörger
Wächterpreis

Auszeichnung für Roland Muschel

Der Korrespondent dieser Zeitung erhält den Wächterpreis für die Recherchen zu einem geheimen Koalitionspapier.

06.04.2017
  • EB

Bad Vilbel/Ulm. Der Korrespondent der SÜDWEST PRESSE, Roland Muschel, erhält den renommierten „Wächterpreis der Tagespresse“ 2017. Das teilte die Stiftung „Freiheit der Presse“ mit Sitz im hessischen Bad Vibel mit. Laut Jury werde der 44-Jährige für seine Recherchen zu den sogenannten Nebenabsprachen der grün-schwarzen Koalition mit dem dritten Preis ausgezeichnet, der mit 6000 Euro dotiert ist. Der erste Preis geht an die Redaktionsteams von „Kölner Stadt-Anzeiger“, „Kölnische Rundschau“ und Kölner „Express“ für deren Aufarbeitung der „Kölner Silvesternacht“ 2015/16. Ein zweiter Preis wird nicht vergeben. Am 29. Mai werden die Preisträger in Frankfurt geehrt.

Die Stiftung würdigt mit dem Preis an Muschel, dass dieser im Juli und im August 2016 geheime Nebenabsprachen zum Koalitionsvertrag der grün-schwarzen Landesregierung aufgedeckt hat. Die nur im kleinen Kreis vereinbarten Zusatzprotokolle stehen teilweise im Widerspruch zum öffentlich vorgestellten Koalitionsvertrag. Sie regeln, für welche Vorhaben wie viel Geld ausgegeben werden soll – und wo es teils drastische Einsparungen geben sollte. Entscheidungen über den Landesetat obliegen eigentlich dem Landtag. Allerdings wussten nur wenige Abgeordnete der Regierungsfraktionen von dem Deal.

Roland Muschel hat in Gießen, Santiago de Compostela, Tübingen und Columbia/Missouri Geschichte und Politik studiert. Der Südbadener hat bei der „Heilbronner Stimme“ volontiert und als Redakteur gearbeitet. 2006 wechselte er als landespolitischer Korrespondent zur SÜDWEST PRESSE, deren Stuttgarter Büro er seit Anfang des Jahres leitet. Er ist auch Vorstandsmitglied in der Landespressekonferenz.

Der Wächterpreis zeichnet jährlich Reporter aus, die „den Kampf um eine saubere Verwaltung aufnehmen“ und „Übergriffe der Bürokratie oder anderer Machtgruppen“ beschreiben. Die Journalisten sollen die Geschehnisse ohne Rücksicht auf Namen aufdecken. In der Jury sitzen drei Journalisten und ein Verleger, Vorsitzender ist Hermann Rudolph vom Berliner „Tagesspiegel“. Der Preis wird seit 1969 verliehen. Bereits 2014 hatten zwei Redakteure der SÜDWEST PRESSE den Preis erhalten. Sie hatten massive Fehler beim Neubau der Chirurgie des Ulmer Universitätskrankenhauses recherchiert. eb

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06.04.2017, 06:00 Uhr

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