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Autobauer setzen weiter auf Diesel
VDA-Präsident Matthias Wissmann ist zuversichtlich. Foto: dpa
Fahrzeugindustrie

Autobauer setzen weiter auf Diesel

Nach einem guten Jahr sollen 2017 Produktion und Absatz in Deutschland weiter steigen.

03.12.2016
  • DIETER KELLER

Berlin. Nicht nur kurzfristig sieht Auto-Präsident Matthias Wissmann seine Branche gut in Fahrt. Auch auf lange Sicht hält er sie sowohl bei Elektroautos als auch bei Pkw mit Verbrennungsmotoren für gut aufgestellt. „Es gibt keinen Grund zur Verzagtheit“, betonte der Chef des Verbands der Automobilindustrie (VDA) bei seiner Jahresbilanz in Berlin.

Der VW-Dieselskandal und die sehr großzügige Auslegung von Abgasnormen haben dem Ruf der deutschen Autobauer schwer geschadet. „Von dieser Industrie wird zu Recht erwartet, dass sie technologische Herausforderungen meistert – und zwar ohne Schlupflöcher und Grauzonen“, gibt sich Wissmann einsichtig. Auf die Verkaufszahlen haben sich die Schlagzeilen nicht negativ ausgewirkt: In diesem Jahr dürften die Neuzulassungen im Inland um 5 Prozent auf fast 3,4 Mio. Pkw steigen. Für 2017 rechnet er mit ähnlichen Stückzahlen.

Die Produktion der deutschen Fabriken dürfte um 1 Prozent auf 5,8 Mio. Stück steigen. Drei Viertel davon werden exportiert. Erstmals stellen die Deutschen mehr als 10 Mio. Autos im Ausland her. Im nächsten Jahr erhofft sich Wissmann ähnlich hohe Zahlen. Durch die günstige Entwicklung steigt auch die Beschäftigung. Im September hatte die Branche einschließlich Lkw-Fertigung und Zulieferern 814 000 Mitarbeiter, 13 800 mehr als ein Jahr zuvor.

Bis 2020 will die deutsche Autoindustrie über 40 Mrd. EUR in alternative Antriebe investieren. Fünf Jahre später erwartet sie, dass bis zu 25 Prozent aller Neuwagen mit Elektroantrieb unterwegs sind. Trotzdem wäre für Wissmann ein Verbot von neuen Pkw mit Verbrennungsmotor „völlig verkehrt“. Diese würden vielmehr noch „mehrere Jahrzehnte“ weltweit eine große Rolle spielen. Er setzt unverändert auf den Diesel, weil er bis zu einem Viertel weniger Kraftstoff brauche als ein Benziner und der CO2- Ausstoß um 15 niedriger sei. Mit der neuesten Abgastechnologie sei auch das Problem Stickoxid gelöst. Dieter Keller

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03.12.2016, 06:00 Uhr

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