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Autonomes Fahren: Tesla erhöht Tempo
Tesla-Autos gibt es nur noch mit Roboter-Technik. Foto: Tesla
Autos

Autonomes Fahren: Tesla erhöht Tempo

Künftig will der Autobauer alle seine Fahrzeuge zu selbstfahrenden Wagen machen.

21.10.2016
  • dpa

Palo Alto. Der Elektroauto-Hersteller Tesla will als erster in der Branche alle seine künftigen Fahrzeuge zu selbstfahrenden Wagen machen. Dafür werden alle neugebauten Autos mit der nötigen Technik für komplett autonomes Fahren ausrüsten. Die Software dazu solle später schrittweise freigeschaltet werden, erklärte Tesla-Chef Elon Musk in der Nacht zum Donnerstag. Bis Ende kommenden Jahres solle es zum Beispiel möglich sein, von Los Angeles nach New York gefahren zu werden, ohne auch nur einen Handgriff machen zu müssen, sagte er zum Zeitplan.

Alle Tesla-Fahrzeuge bekämen nun acht Kameras statt bisher einer, Ultraschall- und Radar-Sensoren mit höherer Reichweite und Auflösung sowie 40 Mal mehr Rechenleistung im Computer, sagte Musk. Das für 2017 angekündigte günstigere Fahrzeug Model 3 gehöre dazu, bisher verkaufte Teslas könnten nicht nachgerüstet werden. „Ich wünschte, man könnte es anders machen“ – aber wegen der engen Integration sei das so unrealistisch wie jemandem eine Wirbelsäule zu transplantieren. Die Freischaltung der Software zum autonomen Fahren solle 8000 Dollar kosten.

Kein Flickenteppich

Diese Software soll im sogenannten „Schatten-Modus“ dazulernen. Dabei werde der Computer – während der Mensch fährt – im Hintergrund die Verkehrssituation analysieren, sagte Musk. Er räumte ein, dass die Einführung der Software von lokalen Regeln abhängen werde. So hoffe er, dass es in den USA keinen Flickenteppich verschiedener Vorschriften von Bundesstaaten geben werde.

Tesla ist der erste Hersteller, der ankündigte, alle seine Fahrzeuge mit Roboterwagen-Technik auszurüsten. Die Firma will bis 2018 die Produktion von 50 000 auf 500 000 Wagen pro Jahr hochschrauben. Zum Jahr 2020 stellte Musk die Marke von einer Million in Aussicht. Die Masse soll das Model 3 ausmachen, für das es aus dem Stand nahezu 400 000 Vorbestellungen gab. Tesla will auch eine eigene Plattform entwickeln, über die Besitzer ihre selbstfahrenden Autos zum Geldverdienen losschicken können. Das würde die Firma zu einem weiteren Konkurrenten für Fahrdienst- Vermittler wie Uber machen. dpa

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21.10.2016, 06:00 Uhr

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