Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Autos sollen sich künftig austauschen
Echte Ingenieure schlüpfen in virtuelle Modelle. Foto: Bertrandt
Fahrzeugbranche

Autos sollen sich künftig austauschen

Der Entwicklungszulieferer Bertrandt begreift neue Technologien wie E-Mobilität als Chance.

16.12.2016
  • KATHRIN LÖFFLER

Stuttgart. . Umweltfreundliche Mobilität, automatisiertes Fahren und Industrie 4.0 sind für den Vorstandsvorsitzenden der Bertrandt AG (Ehnigen) Dietmar Bichler die aktuellen „Megatrends“. Für sein Unternehmen rechnet er dadurch mit neuen Geschäftsmöglichkeiten und einer positiven Entwicklung im kommenden Jahr. Das sagte Bichler gestern bei der Vorstellung des Geschäftsberichts in Stuttgart.

Bertrandt konstruiert Karosserien, Antriebstechnologien und Elektronik vor allem für die Fahrzeugindustrie. Weil der Gesetzgeber auf Schadstoffreduzierung dringt und die Abgasrichtlinien verschärft, wird es laut Bichler immer wichtiger für Automobilhersteller, Elektrofahrzeuge anzubieten. Er erwartet, dass die Modellvielfalt der Autobauer zunimmt. An regionale Verbote von Autos mit Verbrennungsmotoren glaubt Bichler am ehesten in asiatischen Megastädten. „Unsere Kunden stellen sich auf solche Szenarien ein.“

Die Automobilindustrie werde weiter investieren, um die Vernetzung von Transportunternehmen und Straßenverkehr voranzutreiben und intelligente Systeme für Fahrzeuge – etwa zum automatischen Einparken – zu entwickeln. Durch die neuen Technologien würden die Aufträge für Bertrandt immer komplexer. Bichler: „Die Teams müssen interdisziplinärer zusammenarbeiten.“ 545 Ingenieure, Informatiker und Techniker hat der Konzern im zurückliegenden Geschäftsjahr neu eingestellt. Mit 12 912 Mitarbeitern weltweit beschäftigt er nun so viele wie nie.

83,4 Mio. EUR hat Bertrandt 2015/2016 investiert – 1,5 Mio. weniger als im Vorjahr. Unter anderem in das Projekt „b.competent“. Es stattet Autos mit Schwarmintelligenz aus: Verschiedene Fahrzeuge teilen Informationen und geben Empfehlungen zum vorausschauenden Fahren. Außerdem floss Geld in neue Betriebsstätten in Regensburg und Fürth sowie in ein Technologiezentrum in Mönsheim.

Der Umsatz stieg im vergangenen Geschäftsjahr von rund 935 auf 992 Mio. EUR. Auf der Hauptversammlung im Februar will der Vorstand vorschlagen, eine Dividende von 2,50 EUR je Stückaktie auszuschütten. Kathrin Löffler

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

16.12.2016, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball