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Schnelle Tore, hängende Köpfe

B-Junioren kommen in Freudenstadt mit 1:5 unter die Räder

Die B-Junioren der TSG Tübingen haben den Aufstieg in die Verbandsstaffel verpasst und werden sich in der kommenden Saison in der Bezirksstaffel heiße Duelle mit dem SSV Reutlingen liefern.

25.06.2012

Freudenstadt. Die TSG-Junioren waren in der Relegation zur Verbandsstaffel mit der Hypothek einer 2:3-Hinspielniederlage in den Schwarzwald gefahren, hatten aber die Hoffnung auf die Verbandsstaffel noch nicht aufgegeben. Doch die einmal mehr vor allem körperlich präsenteren Freudenstädter hatten die Tübinger, die ohne zwei verletzte Leistungsträger angereist waren, schon nach knapp zwanzig Minuten aus allen Träumen gerissen.

Die Tore auf dem Kunstrasen neben der Freudenstädter Fußball-Schule fielen zum Entsetzen der 50 angereisten Tübinger Anhängern (unter den insgesamt 300 Zuschauern) wie reife Früchte. Schon in der achten Minute köpfte Simon Spissinger, am langen Pfosten ziemlich allein gelassen, eine Ecke zum 1:0 ein. Gerade fünf Minuten später war der wieselflinke Daniel Ruoff links durchgebrochen, Nico Hauer hatte sechs Meter vor dem Tor keine Mühe, auf 2:0 zu erhöhen. Fehler in der TSG-Innenverteidigung machten es Spvgg-Mittelstürmer Philipp Schaible kurz darauf leicht, das 3:0 zu erzielen (18.). Die TSG-Verteidiger hatten sich noch gar nicht wieder richtig sortiert, als der links frei durchgebrochene Giuliano Hess das 4:0 markierte (20.). Nur vier Minuten später erzielte wieder Schaible mit einem knackigen Schuss von der Strafraumgrenze das 5:0. Der TSG drohte eine zweistellige Niederlage.

Bis dahin hatten die konsternierten Tübinger noch keinen konstruktiven Spielzug, geschweige denn eine nennenswerte Torchance zustande gebracht. Erst zwei Minuten vor der Pause nahm sich Benedikt Harfmann ein Herz, verschaffte sich am Sechzehner mit einer Körpertäuschung Platz und schoss platziert zum 1:5 ein.

In der Pause appellierte TSG-Trainer Lütfi Yazar an die Ehre seiner Spieler. Das Spiel war verloren, die Aufstiegsträume erledigt, doch ganz wehrlos ins Schicksal ergeben wollte man sich dann doch nicht. Weil im Zusammenspiel weiterhin wenig lief, versuchten es die TSG-Mittelfeldspieler Adrian Braun und Marc Poerschke aus der Distanz, die besseren Chancen hatten aber die nun nicht mehr mit letzter Konsequenz spielenden Freudenstädter. So bot sich für TSG-Torwart Nelson Neuenhaus, der bei allen fünf Gegentoren machtlos war, die Gelegenheit, sich auszuzeichnen: Einen platzierten Fernschuss von Christoph Faißt lenkte er über die Latte, dem frei durchgebrochenen Marc Osswald stellte er sich mutig in den Weg.

„Letztendlich ist das bessere Team aufgestiegen“, resümierte TSG-Trainer Yazar, der seinen Trainerkollegen zum Aufstieg gratulierte. „Die Freudenstädter hatten den größeren Willen“, bilanzierte Yazar nach dem Spiel. „Man hatte das Gefühl, die wollten das mehr. Aber Kampfgeist kann man nicht trainieren, das ist eine Charakterfrage.“ Aus Niederlagen zu lernen, sei für die Spieler auch eine wichtige Erfahrung. „Wir müssen uns bei aller Enttäuschung jetzt auch darauf besinnen, was wir erreicht haben“, sagt der Trainer des souveränen Bezirksstaffelmeisters und Bezirkspokalsiegers. bs

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25.06.2012, 12:00 Uhr

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