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Bach muss sich festlegen
Autorenfoto Foto: KOENNEKE V

Bach muss sich festlegen

10.12.2016
  • WOLFGANG SCHEERER

Ulm. Wieder macht der Blick in die Abgründe des russischen Leistungssports selbst Kummer gewohnte Beobachter fassungslos: Da bekamen Nationaltrainer Prämien, wenn sie Dopingmittel an ihre Athleten verkauften. Und die Anti-Doping-Agentur Rusada bestach Kontrolleure, damit sie Sportler vor unangekündigten Tests warnten und Proben gefälscht werden konnten. Zwölf Medaillengewinner der Winterspiele 2014 in Sotschi sollen darunter sein.

Die Beweise hat der kanadische Chefermittler McLaren gesammelt und jetzt im zweiten Teil seines Russland-Reports als „institutionelle Verschwörung“ charakterisiert. Obwohl schon Teil eins Staatsdoping anprangerte, hatten bei Olympia in Rio fast 300 russische Sportler starten dürfen.

Nun kann es sich das IOC um den deutschen Präsidenten (und Putin-Freund) Thomas Bach nicht mehr so einfach machen. An sein Postulat der Null-Toleranz-Politik muss sich Bach endlich selbst halten und den jetzt auch von vielen deutschen Funktionären geforderten Komplett-Ausschluss Russlands von den Winterspielen 2018 auf den Weg bringen. Sonst macht sich der Tauberbischofsheimer Jurist zum Unterstützer eines professionellen Betrugssystems.

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10.12.2016, 06:00 Uhr

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