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Der Seniorchef an der Drehorgel

Bäckermeister Heinrich Sehne spielte zur Eröffnung seiner Bergfelder Filiale

Normalerweise wird derzeit eher von Ladenschließungen auf dem Dorf berichtet. So auch zuletzt in Bergfelden. Doch am gestrigen Montag wurde dort mitten im Ort wieder ein neuer Laden eröffnet: Und Bäckermeister Heinrich Sehne kam persönlich mit seiner Drehorgel.

12.10.2010
  • Hans-Jörg Schweizer

Bergfelden. Um wieder einen Bäcker ins Dorf zu holen hat Ortsvorsteher Erwin Stocker nichts unversucht gelassen, nachdem im Januar auch noch Leni Bühner ihren Tante-Emma-Laden geschlossen hatte. Bereits im Jahr zuvor war die Bergfelder Bäckereifiliale in der Schulstraße geschlossen worden. Nach einigen Versuchen, wieder frische Brötchen ins Dorf zu kriegen, stieß Stocker schließlich bei der Großbäckerei Sehne aus Ehningen auf Gegenliebe.

„Mit der Flucht nach vorne hast du immer Erfolg“, diese Erfahrung aus einem höchst erfolgreichen Bäckerleben gab bei der Eröffnung am Montag Firmengründer Heinrich Sehne den Gästen als Rat mit auf den Weg. Auch Andreas Lutz, der bei Sehne die mehr als 140 Filialen betreut, wollte gern dem Motto des Seniorchefs folgen. Und so fand man eben auch für Bergfelden eine Lösung. Lutz wollte wenn schon, dann unbedingt mitten ins Bergfelder Dorfzentrum. Platz gab‘s da aber nur auf dem Parkplatz der Volksbankfiliale, von dem die Bank nun drei Stellplätze für die Bäckereifiliale abtrat.

Die Filialen der Großbäckerei Sehne verteilen sich in Baden-Württemberg mehr oder weiniger großräumig, vor allem aber entlang der Autobahnen 81 und 8 rund um Ehningen. Von Plochingen bis Freudenstadt und von Ilsfeld im Norden bis nach Oberndorf im Süden. Da liegt Bergfelden direkt an der Autobahn sozusagen auf dem Weg. Insgesamt beschäftigt Sehne heute mehr als 800 Mitarbeiter, vier davon nun in Bergfelden.

Bei der Eröffnung der Bergfelder Bäckereifiliale zeigten sich neben Ortsvorsteher Erwin Stocker am Montag auch der Sulzer Bürgermeister Gerd Hieber und der städtische Wirtschaftsförderer Hartmut Walter erfreut. Allen Gästen erzählte der inzwischen 80-jährige Firmengründer Heinrich Sehne die Geschichte, wie er sich in den 1950er Jahren gegen alle Widerstände selbstständig gemacht und mit seinem Holzofen den Grundstein zur jetzigen Bäckerei-Dynastie seines Sohnes Gerd Sehne gelegt hat. Zur Eröffnung mit nach Bergfelden gekommen war Schwiegertochter Brigitte Sehne, die den Eröffnungsgästen Kaffee und Bäckerteilchen servierte.

Die neue Bäckereifiliale Sehne beteiligt sich dann auch gleich am verkaufsoffenen Sonntag, bei dem am 24. Oktober auch Schuh-Hauser, der Hofladen Schneckenburger, Doris Grathwols „Quer Beet“, Honig Hauser, die Brennerei Wössner und die Bergfelder Hobbykünstlerinnen mitmachen. Zu diesem Zweck wird an diesem Sonntag die Oberndorfer Straße zur Fußgängerzone.

Bäckermeister Heinrich Sehne spielte zur Eröffnung seiner Bergfelder Filiale
Vor der jüngsten Filiale, die seinen Namen trägt, stimmte Seniorchef und Firmengründer Heinrich Sehne an der Drehorgel gestern einige Volksweisen aus dem firmeneigenen Liederbuch an. Die Bergfelder Filiale der Ehninger Bäckereikette Sehne wurde in den vergangenen paar Wochen auf dem Parkplatz der Bergfelder Volksbank errichtet. Bild: hz

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12.10.2010, 12:00 Uhr

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