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Bankräuber von Polizei angeschossen
Umstellter Tatort in Waldshut: Anwohner mussten in den Häusern bleiben. Foto: dpa
Kriminalität

Bankräuber von Polizei angeschossen

Albtraum für zwei Bankangestellte in Waldshut: Ein bewaffneter Mann überfällt ihre Filiale. Es folgen bange Stunden.

22.04.2017
  • LSW

Waldshut. Dramatischer Banküberfall mit Schusswechsel und bangen Stunden in Waldshut: In der Stadt an der Schweizer Grenze hat ein bewaffneter 57-Jähriger am Freitagmittag eine Filiale in der Innenstadt gestürmt. Die beiden Angestellten händigten ihm nach Polizeiangaben eine fünfstellige Bargeldsumme aus und konnten sich dann in einem Nebenraum in Sicherheit bringen, so dass der Täter nicht mehr an sie herankam. Beim Eintreffen der ersten Polizisten kam es zu einem Schusswechsel, bei dem der 57-Jährige verletzt wurde. Beamte und Unbeteiligte kamen offenbar nicht zu Schaden.

Es folgten zweieinhalb bange Stunden. Polizisten umstellten das Gebäude und sperrten die Umgebung ab. Nach Medienberichten brachten die Beamten noch Kunden aus dem Selbstbedienungsbereich der Bank in Sicherheit. Von einer Geiselnahme sprach die Polizei nicht, weil die Angestellten nicht mehr unmittelbar von dem Mann bedroht werden konnten. Allerdings konnten sie sich auch nicht aus ihrer gefährlichen Lage befreien und mussten ausharren.

Kontakt per Telefon

Ein Mann, der den Einsatz miterlebte, sagte dem SWR: „Ich war auch am Automat, die Polizei ist gestürmt mit Maschinenpistolen und gezogener Waffe und hat gesagt „Sofort raus!“. Dann bin ich halt abgehauen, da ist es mir auch anders geworden.“ Mitarbeiter eines Büros über der Filiale durften einem Bericht der Zeitung „Südkurier“ zufolge ihre Räume nicht verlassen. Die Polizei rief die Bürger der Stadt dazu auf, den Einsatzbereich zu meiden.

Später gab es einen telefonischen Kontakt zwischen der Polizei und dem Bewaffneten in der Bank. Am Ende ging alles ganz schnell. Beamte eines Spezial-Einsatzkommandos (SEK) griffen zu und nahmen den verletzten 57-Jährigen fest. Ein Notarzt stand schon bereit, um ihn zu versorgen. Er kam in ein Krankenhaus. Zur Schwere der Schussverletzung gab es zunächst keine Informationen. Zum Motiv sagte Polizeisprecherin Laura Riske: „Es ging ums Geld.“ Der 57-Jährige stamme aus Waldshut-Tiengen und sei zuvor nicht polizeibekannt gewesen. Sönke Möhl, dpa

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22.04.2017, 06:00 Uhr

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