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Krankenkassen

Barmer GEK fusioniert mit Deutscher BKK

Die Barmer GEK fusioniert am 1. Januar 2017 mit der Deutschen BKK zur größten deutschen Krankenkasse mit 9,6 Millionen Versicherten.

11.11.2015
  • DIETER KELLER

Berlin Anfang 2017 verschwindet das traditionsreiche Kürzel GEK aus der deutschen Krankenkassenlandschaft. Es steht für die Gmünder Ersatzkasse, deren Wurzeln in Schwäbisch Gmünd bis ins Jahr 1878 zurückreichen. Anfang 2010 hatte sie sich mit der Barmer Ersatzkasse zur Barmer GEK zusammengeschlossen. Gestern beschloss ihr Verwaltungsrat einstimmig die Fusion mit der Deutschen BKK unter dem Namen Barmer zum 1. Januar 2017, wie beide Kassen bekanntgaben.

Die neue Barmer überholt die Techniker Krankenkasse als größte deutsche Krankenkasse. Die Barmer GEK bringt rund 8,5 Mio. Versicherte mit, die Deutsche BKK 1,1 Mio. Versicherte - nach heutigem Stand, wie beide betonten. Insbesondere die Deutsche BKK hatte in letzter Zeit deutlich verloren.

Damit verliert der Verband der Betriebskrankenkassen (BKK) das größte seiner 87 Mitglieder. Die Deutsche BKK war selbst 2003 durch den Zusammenschluss der Betriebskrankenkassen von Volkswagen, Telekom und Post entstanden; Anfang dieses Jahres kam die BKK Essanelle dazu.

Wer bei der Barmer das Sagen hat, zeigt schon ein Blick auf den künftigen Vorstand: Er besteht aus den bisherigen drei Vorständen der Barmer GEK, an der Spitze Christoph Straub. Dagegen zieht keiner der drei Vorstände der Deutschen BKK ein, wobei ihr Chef Achim Kolanoski im nächsten Jahr 65 wird und daher wohl nicht in Frage kam.

Die Fusion soll erst Anfang 2017 wirksam werden, weil die Barmer GEK zuvor noch den Abbau von 3500 Arbeitsplätzen abschließen will, um 300 Mio. EUR im Jahr einzusparen. Aufgrund der Fusion werde es keine betriebsbedingten Kündigungen geben, betonten jetzt beide Kassen. Sie versprächen sich vom Zusammenschluss eine "spürbare Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit". Hintergrund ist wohl die sich verschärfende Konkurrenz unter den Kassen. Neuerdings müssen sie ihre Beiträge wieder selbst festlegen, was angesichts unterschiedlicher Kosten für manche schwierig ist.

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11.11.2015, 12:00 Uhr

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