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Das beste Derby der Bundesliga

Basketball: Geschichte einer Rivalität – Tübingen gegen Ulm

Nicht nur Tübingens Manager Robert Wintermantel nennt die Duelle der Tigers gegen Ulm das beste Derby, was die Basketball-Bundesliga zu bieten hat. Vor der Neuauflage am Sonntag (17 Uhr) in der ausverkauften Paul-Horn-Arena blickt das TAGBLATT in die Historie einer besonderen Rivalität.

08.11.2014
  • Hansjörg Lösel

Tübingen. Schon in der ersten Tübinger Bundesliga-Saison 1992/93, als noch SV 03 und SSV 1846 gegeneinander antraten, war das Derby in der pickepackevollen Uhlandhalle nichts für schwache Nerven: Für Tübingen wirbelte Steven Key, doch Ulm mit dem legendären Jarvis Walker hatte stets eine Antwort parat und gewann.

Der SV 03 musste anschließend wieder runter in die zweite Liga, Ulm startete einen ersten Höhenflug mit dem Pokalsieg 1996 und der Vizemeisterschaft 1998. Doch im Jahr 2000 bekamen die Tübinger ihre Revanche: Der Zweitliga-Spitzenreiter mit dem früheren Ulmer Uwe Sauer als Trainer deklassierte den kriselnden Erstligisten im Pokal mit 103:79, der überragende DeJuan Collins machte 41 Punkte.

In Ulm gingen nun finanziell die Lichter aus, aber auch die Wired Minds blieben nicht lange im Oberhaus. Die dramatischsten Duelle lieferten sich die Dauerrivalen in der Zweitliga-Spielzeit 2003/04. Insgesamt drei Verlängerungen in zwei Aufstiegsduellen, beide Male mit dem besseren Ende für Tübingen – Garant für den Aufstieg. In der Ulmer Kuhberghalle verwandelte Brian Jones beim Stand von 110:110 Sekunden vor der Sirene den entscheidenden Dreier. Beim Rückspiel in der Uhlandhalle avancierte der Belgier Sebastien Maio zum Verlängerungshelden. Die Ulmer verdaddelten zwei Sekunden vor der Sirene bei eigenem Einwurf den Ball und foulten Maio – der versenkte in aller Seelenruhe beide Freiwürfe zum 86:84. Tübingens Aufstieg war perfekt, Kresimir Miksa verriet dem TAGBLATT zehn Jahre später, dass es in der Kabine beinahe noch handgreiflich geworden wäre.

Emotional waren die Derbies immer – einige Wechsel zwischen den Nachbarn heizten die Rivalität noch an. Romeo Travis kam 2009 von der Donau an den Neckar, Dane Watts ging ein Jahr später den umgekehrten Weg, und vor dieser Saison kam Youngster Till Jönke aus Ulm nach Tübingen. In der jüngeren Vergangenheit haben die Ulmer wieder Oberwasser gewonnen, vor allem seit dem Neubau der 6000 Zuschauer fassenden Arena hat der Lokalrivale die Tübinger wirtschaftlich abgehängt. Seit mittlerweile drei Jahren warten die Tigers-Fans auf einen Sieg im Nachbar-Duell. Richtig bitter wurde es im Vorjahr, als die Tigers in Ulm mit 55:92 deklassiert wurden und auch das Heimspiel in der Paul-Horn-Arena unglücklich mit 77:81 verloren. „Es wird Zeit, dass wir mal wieder gewinnen“, sagt Tigers-Trainer Igor Perovic.

Basketball: Geschichte einer Rivalität – Tübingen gegen Ulm
Ein ganz wichtiger Tübinger Sieg über Ulm: Robert Wintermantel, heute Tigers-Manager, Mantia Callender, Kresimir Miksa und Nicolai Iversen (von links) freuten sich 2003 über den Aufstieg in die Bundesliga. Archivbild: Ulmer

Voraussichtliche Startformationen, Walter Tigers Tübingen: Branislav Ratkovica (8,9 Punkte, 5,7 Assists), Till Jönke (5,8 Pkte), Michael Cuffee (8,9 Pkte, 5,7 Rebounds), Augustine Rubit (11,3 Pkte, 7,9 Rebs, Anatoly Kashirov (8,4 Pkte).
Ratiopharm Ulm: Per Günther (11,3 Pkte, 3,0 Ass), Will Clyburn, 17,6 Pkte), Tim Ohlbrecht (11,6 Pkte), Maarten Leunen (6,6 Pkte), Calvin Harris (6,9 Pkte).

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08.11.2014, 12:00 Uhr

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