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Basketball-Welt verneigt sich vor Bryant
Kein Gegner spielte gerne gegen Kobe Bryant (rechts), der Superstar der Los Angeles Lakers läuft ein letztes Mal in der NBA auf. Foto: dpa
37-jähriger Superstar tritt nach 20 Jahren ab - Horrende Ticketpreise für das letzte Spiel

Basketball-Welt verneigt sich vor Bryant

Ein emotionaler Abschied steht an: In der Nacht zum morgigen Donnerstag (4.30 Uhr) steht der Superstar der Los Angeles Lakers, Kobe Bryant, nach 20 Jahren in der NBA zum letzten Mal auf dem Parkett.

13.04.2016
  • SID

Los Angeles. Wer Kobe Bryant ein letztes Mal in Aktion sehen will, muss tief in die Tasche greifen. Für 36 050 US-Dollar, umgerechnet etwa 31 600 Euro, waren bei einem Online-Ticketportal gestern noch zwei Sitzplätze zum Paketpreis direkt am Spielfeld des Staples Centers zu haben. Der NBA-Superstar der Los Angeles Lakers verabschiedet sich in der Nacht zu morgen (4.30 Uhr) nach 20 Jahren aus der besten Basketball-Liga der Welt und beendet seine unvergleichliche Karriere.

"Ich bin richtig aufgeregt und glücklich. Ich freue mich sehr darauf, zum letzten Mal meine Schuhe zu schnüren", sagte Bryant vor dem 1346. und finalen Auftritt gegen die Utah Jazz. Rund um das Spiel ist eine riesige Show mit vielen Überraschungen geplant.

Dutzende alter Weggefährten wie Shaquille O Neal werden dabei sein, Bassist Flea von den Red Hot Chili Peppers spielt die Nationalhymne und Hunderte Journalisten aus aller Welt werden beobachten, wie sich Bryant in den Ruhestand verabschiedet. "Sicher werde ich emotional werden", sagt Bryant, der alleine von fünf Kameracrews begleitet wird, die momentan einen Film über seine letzte Saison drehen.

Der 37-Jährige verkündete nach vielen schweren Verletzungen in den vergangenen drei Jahren bereits im November seinen Rückzug und absolvierte in den vergangenen Monaten eine Abschiedstournee durch die NBA-Hallen. Allerdings nicht ganz freiwillig, denn nur zu gerne hätte er es zum Abschluss noch einmal in die Play-offs geschafft. Doch der Traum von seinem sechsten Meisterring bleibt unerfüllt.

Für immer wird er einen Titel weniger gewonnen haben als der große Michael Jordan, den Bryant immer schlagen wollte. Der Shooting Guard war vom Erfolg besessen, trainierte auch um 4.00 Uhr morgens alleine in der Halle, wenn er es für richtig hielt. Bryant gilt als großer Egoist, als einer, der für den Erfolg alles tut und auf dem Weg dorthin keine Freunde kennt.

"Er hat immer versucht, dir das Herz aus der Brust zu reißen. Er selbst wollte alles, du solltest nichts haben", sagte einmal LeBron James. Unzählige Schlachten lieferte sich der Superstar der Cleveland Cavaliers mit Bryant, genau wie Kevin Durant von den Oklahoma City Thunder. "Er hat mich ziemlich oft richtig genervt", sagte Durant, der Bryant in einem aktuellen Werbespot mit einem Wort beschreibt: "Arschloch." Niemand war seit seinem NBA-Debüt im Jahr 1996 gerne Bryants Gegner, doch am Ende haben selbst die größten Kritiker zu ihm aufgeschaut. Auch Durant ist voll des Lobes und schenkte ihm erst am Montag ein persönliches Fotobuch.

Der zweimalige Olympiasieger Bryant stellte im Trikot der Lakers Punktrekorde am Fließband auf. Mit 81 Zählern im Spiel gegen die Toronto Raptors in der Saison 2005/06 erzielte die "Black Mamba" die zweitmeisten in einem NBA-Spiel. Mehr als 33 500 Punkte machen ihn zum drittbesten Scorer der NBA-Geschichte. Diese Zahlen lassen die Größten der Szene ehrfürchtig werden. Er wird der Liga fehlen.

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13.04.2016, 06:00 Uhr

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