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Anbetung und Begeisterung

Bauder-Kantorei probt „Weihnachtsoratorium“ / Konzerte im Dezember und Januar

Zum ersten Mal seit 2007 wird in Sulz am 20. Dezember und am 3. Januar 2016 wieder das „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach zu hören sein. Chorleiterin ist Erika Rieder, die in dieses Projekt mehrere Gastsänger, Chöre und Solisten eingebunden hat. Die SÜDWEST PRESSE hat eine Probe der Bauder-Kantorei besucht.

07.11.2015
  • petra haubold

Sulz. Im „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach wird die neutestamentliche Weihnachtsgeschichte in Musik erzählt. „Jauchzet, frohlocket, preiset die Tage“, heißt es gleich zu Beginn in der ersten Kantate. In einem beschwingten Choral wird die Geburt Jesu im Stall von Bethlehem angekündigt. Die bekannte Weihnachtsgeschichte, die mit der Anbetung des Gottessohnes durch die Hirten und den drei Weisen aus dem Morgenland ihren Abschluss findet, gehört zu den beliebtesten Werken der Musikliteratur und wird in der evangelischen Stadtkirche bei zwei Konzerten – die Teile I bis III am 20. Dezember, die Teile IV bis VI am 3. Januar 2016 – in sechs großartigen Kantaten zusammengeführt.

Seit Mai probt Chorleiterin Erika Rieder aus Weiden mit der Bauder-Kantorei und mehreren Gastsängern jeden Dienstagabend im evangelischen Gemeindehaus. Immer intensiver wurde in den vergangenen Wochen die Zusammenarbeit, denn auch an den Samstagen wird jetzt gesungen. „Es ist schon ein großer Übungsaufwand, den wir leisten“, sagt Rieder. Die Chorleiterin ist dennoch ausgesprochen gut gelaunt. Denn das „Weihnachtsoratorium“ zu singen, das sei für jeden etwas ganz Besonderes, und die Sänger seien mit großer Freude dabei: „Die Gastsänger kommen sehr gerne, die wollen auch beim nächsten Projekt wieder mitmachen“, freut sich Erika Rieder.

Fast 60 Sängerinnen und Sänger werden in der evangelischen Stadtkirche viel Stimmkraft entfalten, um die Choräle „Wie soll ich dich empfangen“, „Ehre sei Gott in der Höhe“ und „Lasset uns gehen nach Bethlehem“, um nur einige der populären Vokalwerke zu nennen, zu singen.

Mit im Boot ist im Übrigen ein Projektchor aus Fünft- bis Siebtklässlern des Sulzer Albeck-Gymnasiums mit Musiklehrerin Kristina Röhrig. Für die Arien und die Rezitation des Evangelisten hat Rieder vier professionelle Sänger engagiert: Gesangspädagogin Carola Schärer (Sopran), Annerose Schranz (Alt) sowie die Mitglieder des Staatsopernchores Stuttgart Ilja Werger, als Evangelist und Tenor und Basssänger Stephan Storck. Ein Trompetenensemble aus Villingen-Schwenningen und das Kantatenorchester Stuttgart werden ebenfalls mitwirken.

Den Wert des Chorsingens sieht Erika Rieder „in der Freude, etwas zu erarbeiten, das nach intensivem Üben zu einem Erfolg wird“. Man bekomme einen ganz anderen Zugang zu diesem Werk durch das stetige Musizieren. Wenn man Qualität liefern wolle, müsse man schließlich intensiv üben, weiß die Chorleiterin –und das mache den Sängern richtig Spaß. Alle seien sehr verantwortungsbewusst und bereiteten sich auf die Proben umfassend vor. „Und der Erfolg ist dann schon eine echte Belohnung“, erläutert Rieder. Gleichzeitig würden die Sänger nach der Chorprobe die Freude an der Musik mit nach Hause nehmen.

Auch an diesem Probeabend ging es beschwingt zu: Lockerungsübungen und das Einsingen standen zunächst auf dem Plan der fast 40 Sänger. Dann folgten Geräusche wie In-die-Luft-Küssen und rhythmisches Klatschen, bevor es an die Chorlieder ging: „Nach einem schwierigen Chor gibt es zur Entspannung ein oder zwei leichte Choräle“, weiß Chorsänger Karl Mutschler. Wie alle anderen hat der Basssänger deswegen das Notenblatt in den Händen. Leicht abgewetzt sind die Blätter schon durch das häufige Umwenden. Auf die beiden Aufführungen freut Mutschler sich schon wie alle anderen.

Die Bauder-Kantorei wolle zur Kultur in Sulz beitragen: „Denn durch die vergangenen Konzerte hat sich ein treues Publikum aufgebaut“, erklärt Erika Rieder zufrieden. Alle zwei Jahre stemmt die Kantorei ein großes Projekt.

Bauder-Kantorei probt „Weihnachtsoratorium“ / Konzerte im Dezember und Januar
Voller Einsatz ist gefordert, wenn die Bauder-Kantorei mit Gastsängern ihr Repertoire fürs „Weihnachtsoratorium“ probt. Chorleiterin Erika Rieder (links) schlägt zur Lockerung ein paar Tasten auf dem Klavier an. Bild: pez

Die Aufführung ist zweigeteilt:
Die Kantaten 1 bis 3 werden am Sonntag, 20. Dezember, um 17 Uhr in der evangelischen Stadtkirche aufgeführt. Die Kantaten 4 bis 6 werden am Sonntag, 3. Januar, um 17 Uhr aufgeführt. Der Vorverkauf hat begonnen: Die Kombikarte für beide Konzerte gibt es für 32 Euro an der Abendkasse beziehungsweise für 28 Euro im Vorverkauf. Der Eintritt für ein Konzert beträgt 18 Euro (Vorverkauf: 16 Euro).

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07.11.2015, 12:00 Uhr

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