Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Bauern fordern Anschlüsse
Eine Drohne begleitet einen Fendt-Traktor und weist den Fahrer ein. Foto: dpa
Digitalisierung

Bauern fordern Anschlüsse

Auch die Landwirtschaft ist immer häufiger auf Computer angewiesen. Doch es gibt viele Hindernisse.

03.11.2016
  • DPA

Berlin. Die Landwirtschaft erlebt ihre vierte Revolution“, schwärmte der Fachmann und stellte das, was nun kommt, in eine Reihe mit dem Beginn des planmäßigen Ackerbaus vor 10 000 Jahren. Seine Ankündigung: die voll automatisierte Produktion von Gemüse, Getreide, Fleisch und Milch. Das war Ende der 1990er Jahre auf einer Messe in Hannover. Fast zwei Jahrzehnte später sitzen Bauern in Deutschland noch immer selbst auf dem Traktor. Doch Internet und Digitalisierung sollen die Revolution nun deutlich schneller vorantreiben. Das soll auch den Supermarktkunden etwas bringen. Ein Überblick:

Für Milchbauern beginnt und endet der Arbeitstag am Melkstand. Bei 150 Kühen sind das gut und gerne drei Stunden harter Arbeit. Das können Melkroboter übernehmen, wie sie ein Teil der Bauern schon einsetzt. Automaten geben jedem Tier die passende Menge Futter, können Alarm schlagen, wenn es zu wenig frisst, weil es vielleicht krank ist, und gleich Medikamente verabreichen. Auch fürs Ausmisten gibt es Roboter. Der Bauer überwacht das am Rechner.

„Der Landwirt wird immer mehr zum landwirtschaftlichen Informatiker“, schwärmt Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom). Körperliche Entlastung ist nach einer Umfrage die größte Hoffnung, die Bauern mit der Digitalisierung verbinden.

Auf dem Traktor lassen sich Bauern über GPS durch Satelliten helfen, die Fahrspur zu halten. Jeder achte Landwirt steuert seinen Betrieb zentral über internetbasierte Plattformen. Doch für viele, vor allem kleinere Bauern sind die digitalen Technologien sehr teuer. Die Breitband-Landkarte zeigt besonders auf dem Land weiße Flecken. Das müsse sich ändern, fordern die Bauern. Denn wenn Traktoren mit Drohen kommunizieren, müssen Befehle ohne Zeitverzögerung fließen – sonst kracht es. dpa

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

03.11.2016, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball