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Freiburg

Bauernverbände warnen vor Verbot von Seil und Kette für Kühe

Die beiden Bauernverbände im Südwesten wollen trotz der Proteste von Tierschützern auch zukünftig Rinderhaltung im Stall mit Seil und Kette ermöglichen.

01.03.2018

Von dpa/lsw

Kühe stehen angeleint in einem Stall. Diese Anbindehaltung ist umstritten. Foto: P. Seeger/Archiv dpa/lsw

Freiburg. Die sogenannte Anbindehaltung dürfe nicht verboten werden, sagte Werner Räpple, Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV), in Freiburg der Deutschen Presse-Agentur. 40 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Baden-Württemberg nutzten diese umstrittene Form der Tierhaltung. Ihnen sei es nicht möglich, zeitnah und ohne große Investitionen darauf zu verzichten. Ein Verbot würde das Ende vieler landwirtschaftlicher Betriebe bedeuten. Betroffen wären vor allem kleinere Betriebe, die typisch für den Südwesten seien.

Die meisten Landwirte würden bei künftigen Stallbauten auf andere Formen der Tierhaltung setzen, sagte Räpple. Der Trend gehe zum so genannten Laufstall, in dem sich Tiere frei bewegen könnten. In bestehenden Stallanlagen sei dies jedoch nicht so einfach möglich. Politik und Verbraucher müssten hierfür Verständnis haben.

Neben dem in Baden ansässigen BLHV sprechen sich den Angaben zufolge auch der Landesbauernverband und der Milchwirtschaftliche Verein Baden-Württemberg, der Molkereien vertritt, gegen ein mögliches Verbot aus. Der Deutsche Tierschutzbund, andere Tierorganisationen sowie Bundesländer wie Hessen und Thüringen fordern dagegen, dass die Anbindehaltung aus Gründen des Tierschutzes generell untersagt wird.

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Erstellt:
1. März 2018, 06:59 Uhr
Aktualisiert:
1. März 2018, 06:10 Uhr
zuletzt aktualisiert: 1. März 2018, 06:10 Uhr

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