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Marode Bahnbrücke: Der Beton bröckelt schon

Bauwerk zwischen Nehren und Mössingen soll ersetzt werden

Schwere Lastwagen dürfen die Eisenbahnbrücke zwischen Nehren und Mössingen schon seit einiger Zeit nicht mehr benutzen. Jetzt gibt es eine Ausnahme für Gelenkbusse, solange das Nehrener Gässle gesperrt ist. Aber mit strengen Auflagen – denn das Bauwerk ist in die Jahre gekommen.

30.07.2014
  • Gabi Schweizer

Nehren / Mössingen. Schilder weisen auf Straßen- und Brückenschäden hin. Dass die Eisenbahnbrücke auf der Landesstraße 384 zwischen Nehren und Mössingen marode ist, weiß man beim Regierungspräsidium schon lange: Die Planungen für eine neue Brücke werden soeben vorbereitet. Sie sollen, wenn alles gut geht, im kommenden Jahr fertig werden. Das Anhörungsverfahren läuft.

Wann dann tatsächlich eine neue Brücke entsteht, ist allerdings noch unklar. Bis dahin gibt es Verkehrs-Einschränkungen. Schon seit geraumer Zeit weisen Schilder darauf hin, dass Fahrzeuge mit mehr als 16 Tonnen Gewicht sich einen anderen Weg suchen müssen.

Nehrener Gässle ist derzeit gesperrt

Momentan ist das allerdings gar nicht so einfach – denn das Nehrener Gässle ist wegen Bauarbeiten voll gesperrt, der Mössinger Nordring halbseitig. Der schwere Regen vom vergangenen Sommer, der zu etlichen Bergrutschen führte, hat auch dort einen (kleineren) Hangrutsch ausgelöst, dessen Folgen nun beseitigt werden müssen. Im Nehrener Gässle werden Deck- und Tragschicht der Straße, teilweise auch die Schottertragschicht erneuert. Diese Arbeiten sollen noch bis Mitte August dauern.

Deswegen dürfen Gelenkbusse derzeit ausnahmsweise die Brücke passieren – mit Tempo 20. Auch kleinere Lastwagen müssen sich an diese Beschränkung halten. Wie ist es um die Substanz des Bauwerks bestellt, wenn die Geschwindigkeit so drastisch reduziert wird? Von unten sieht die Brücke so aus, wie man sich eine Brücke vorstellt: kahler Beton, garniert mit Graffiti und einer halbvollen Weinflasche in der Ecke.

Nicht ganz so gewöhnlich sind wohl die Betonstückchen, die an einer Stelle aus der Decke herausgebrochen sind und rostige Metallstreben freilegen. Ein Grund zur Besorgnis? Beim Regierungspräsidium war von bröckelndem Beton noch nichts bekannt, als das TAGBLATT anfragte. „Das übliche Prozedere wäre, dass die Straßenmeisterei des Landratsamts den Schaden aufnimmt“, erläutert RP-Pressesprecher Steffen Fink – denn die Straßenmeisterei sei für den Unterhalt zuständig. Nicht für den Unterhalt, sondern für halbjährliche Sichtkontrollen – Schäden würden dann ans Regierungspräsidium gemeldet, präzisiert Landratsamts-Sprecherin Martina Guizetti. Bei der letzten Kontrolle im April wurden die „lange bekannten“ Abplatzungen gesichtet und wieder vermerkt. „Das war in den vergangenen Jahren immer mal Thema, auch schon bei einer Hauptprüfung 2011“, sagt die Sprecherin. Die nächste geplante Begehung des Areal ist im kommenden Herbst.

Nächste Begehung im Herbst

„Ich gehe davon aus, dass die Brückenuntersuchungen so gründlich sind, dass es keine Risiken gibt“, sagt Kurt Räuchle, Fachbereichsleiter unter anderem für den Straßenverkehr bei der Mössinger Stadtverwaltung. Sonst würden ganz andere Maßnahmen greifen.

Bauwerk zwischen Nehren und Mössingen soll ersetzt werden
„Wo ist denn das?“, mag sich mancher fragen. Die Brücke zwischen Nehren und Mössingen ist tatsächlich recht versteckt, weil das Gleisbett tief in die Landschaft eingegraben ist und die Straße ohne die geringste Wölbung darüber hinwegführt. Von unten bietet die Brücke einen recht tristen Anblick, inklusive von der Decke herabgebröckelter Betonstückchen (im Vordergrund). Für Privatpersonen ist es übrigens nicht nur verboten, sondern auch gefährlich, sich unter der Brücke aufzuhalten.Bild: Franke

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30.07.2014, 12:00 Uhr

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