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Bildung

Bayern beschließt Rückkehr zum G9

CSU-Chef Seehofer nennt die Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums im Freistaat „historisch“. Wer will, kann aber weiter nach zwölf Jahren Abitur machen.

06.04.2017
  • DPA

Der Weg für die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium in Bayern ist frei. Die CSU-Landtagsfraktion stimmte gestern Abend der Gymnasialreform zu. Der Beschluss ist Teil eines größeren Bildungspakets, zu dem unter anderem die Schaffung von 1800 neuen Lehrerstellen in allen Schularten gehört.

Fast 15 Jahre nach der Einführung des G8 kehren die bayerischen Gymnasien damit wieder zur neunjährigen Regeldauer zurück. Schüler, die das G8 absolvieren wollen, sollen dazu aber die Möglichkeit haben. Start der Reform soll zum Schuljahr 2018/19 sein, dann gleich für die Klassenstufen fünf und sechs. Die jetzigen Viertklässler, die im Herbst aufs Gymnasium wechseln, werden also der erste Jahrgang des neuen G9 sein.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bezeichnete die Gymnasial- und Bildungsreform als „Generationen-Entscheidung“. „Ich glaube, dass das, was wir jetzt machen, Signalwirkung für ganz Deutschland haben wird“, sagte Seehofer. Er sei von dem Paket „total überzeugt“. Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) setzt darauf, dass die nun geplanten Gymnasial- und Bildungsreformen für 25 Jahre halten. „Das ist jetzt etwas, was für ein Vierteljahrhundert trägt.“

Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes, Michael Schwägerl, sagte: „Das zusätzliche Jahr wird den Schülerinnen und Schülern guttun. Es bewirkt größere Nachhaltigkeit, mehr Vertiefungsmöglichkeiten und wird die Qualität des Gymnasiums noch einmal steigern.“ Der Philologenverband hatte sich nie mit dem G8 anfreunden können.

Diskussionsbedarf gab und gibt es noch über die Ausgestaltung der sogenannten „Überholspur“: Schüler, die das Abitur auch weiterhin nach acht Jahren ablegen wollen, sollen eine Klasse auslassen dürfen, am ehesten die elfte. Hier sei noch über Wege diskutiert worden, um dies wirklich für größere Schülerzahlen attraktiv zu machen, hieß es. dpa

Kommentar und Thema des Tages Seite 3

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06.04.2017, 06:00 Uhr

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