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Industrie

Bayern sieht sich als Top-Standort

Im Vergleich zu 45 Ländern weltweit steht der Freistaat auf Platz 2 hinter den USA. Deutschland kommt auf Rang 5.

24.08.2019

Von DPA

München. Deutschland ist laut einer Untersuchung des bayerischen Unternehmerverbands vbw eines der Länder mit den besten Bedingungen für Industrieunternehmen weltweit. Platz eins des Staatenrankings belegen die USA, auf Platz zwei folgt die Schweiz, auf Platz drei Schweden. Hinter Deutschland kommen die Niederlande, Dänemark und Australien. In diesen Ländern siedeln sich Industrieunternehmen besonders gern an oder investieren dort.

Der vbw bewertet regelmäßig die Standortqualität von 45 Staaten weltweit im Vergleich zu Bayern. Im Ranking aller 46 Standorte – also der Staaten sowie Bayern – landet das Bundesland auf Platz zwei. Deutschland liegt dann auf Platz fünf.

Besonders gut – besser als Bayern – schneidet Deutschland im Bereich Infrastruktur ab: „Zwar punktet der Freistaat gegenüber Deutschland mit einer besseren Internetversorgung sowie leistungsfähigeren Logistiksystemen und einer höheren Lebenserwartung“, heißt es in der Studie. Aber in Deutschland sei der Zugang zu Flug- und Schiffshäfen insgesamt besser als in Bayern.

Auch die Bereiche Staat und Wissen seien besondere Standortvorteile der Bundesrepublik – also Ordnungsrahmen und Bürokratie sowie Bildungssystem, Fachkräftenachwuchs und Innovationsumfeld. Standortnachteile haben sowohl Bayern als auch Deutschland – wie die meisten Industrieländer – bei der Kostenentwicklung. Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer des vbw, sieht darin einen massiven Nachteil: „Hohe Steuern und Arbeitskosten belasten unseren Standort.“

China ist größter Konkurrent

Als größte Konkurrenten Bayerns stuft Brossardt nicht nur die im Ranking weit oben rangierenden Industriestaaten ein. „Wirtschaftsnationen wie China stellen eine große Herausforderung dar.“ Das Land belegt Rang 24 und hat sich im Vergleich zu den Vorjahren kontinuierlich verbessert.

Gewinner USA, 2018 noch auf Platz drei, punktet dieses Jahr vor allem mit der günstigen Entwicklung des Kapitalmarkts, sprich mit den guten Kreditbedingungen. Verdanken die Vereinigten Staaten den ersten Platz der unternehmensfreundlichen Politik ihres Präsidenten Donald Trump? „Das kann man so nicht sagen“, sagt Brossardt. Die US-Unternehmen profitierten zwar kurzfristig durchaus von der Unternehmenssteuerreform. Auch hätten sich in den USA in den vergangenen Jahren „Innovationsumfeld und Humankapital“ verbessert. „Doch das ist kein Verdienst des US-Präsidenten. Im Gegenteil: Langfristig wirkt sich die Politik des Protektionismus negativ auf den Aspekt der ,Offenheit der Märkte' aus.“ dpa

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Erstellt:
24. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
24. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. August 2019, 06:00 Uhr

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