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Abgase

Behörde: 6000 Tote durch Stickoxide

Das Umweltbundesamt wertet Studien zu dem Reizgas aus.

09.03.2018

Von DIETER KELLER

Berlin. Etwa 6000 Menschen sind 2014 vorzeitig an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung gestorben, die von Stickstoffoxid in der Luft ausgelöst wurde. Außerdem ist das Reizgas für hunderttausende von Diabetes-Fällen sowie Asthmaerkrankungen verantwortlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Umweltbundesamts. Das sei die Untergrenze bei den Todesfällen, sagte die Präsidentin des Amts, Maria Krautzberger, in Berlin. In den Ballungsgebieten sei das Krankheitsrisiko bis zu 50 Prozent höher als auf dem Land.

Als erste Gegenmaßnahme sei es wichtig, die bestehenden Grenzwerte einzuhalten und noch weiter zu senken, betonte Krautzberger. Für einen erheblichen Teil der Belastung sind Diesel-Pkw verantwortlich, daneben auch Heizungen und Industrie. Als Gegenmaßnahmen forderte sie neben Fahrverboten auch weniger Individualverkehr und intelligente Verkehrskonzepte.

Betrachtet wurde die Langzeitbelastung mit NO2über 30 Jahre. Dabei lässt sich im Einzelfall nicht nachweisen, ob ein Todesfall auf das Reizgas zurückzuführen ist. Studien zeigen aber den Zusammenhang zwischen der Belastung und negativen Gesundheitsfolgen. Die Tendenz ist positiv: 2008 wurden fast 8000 vorzeitige Todesfälle auf NO2 zurückgeführt. Seither sinkt die Zahl kontinuierlich. Gleichzeitig nahm die Luftbelastung ab. Dieter Keller

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Erstellt:
9. März 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
9. März 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. März 2018, 06:00 Uhr

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