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Allgäu

Behörde lässt Zebu-Rinder erschießen

Ein Veterinäramt hat jahrelang die Haltungsmethoden eines Bauern kritisiert. Der Streit endete für 19 Tiere tödlich.

08.11.2016

Von DPA

Zebu-Rinder sind scheu. Im Allgäu wurden 19 getötet. Foto: dpa

Marktoberdorf. 19 Zebu-Rinder mussten sterben, weil ein Allgäuer Landwirt trotz eines Tierhalteverbots seine Rinder und Ziegen nicht abgegeben hat. Mitarbeiter des zuständigen Veterinäramtes erschossen die Tiere auf einer Weide in Halblech (Kreis Ostallgäu), ließen sie ausbluten und brachten sie zum Schlachthof. Dies teilte das Landratsamt in Marktoberdorf am Montag mit.

Den Schüssen war eine mehr als zehn Jahre dauernde Auseinandersetzung zwischen der Behörde und dem Landwirt vorausgegangen. „Die Tiere litten unter schlechten Bedingungen. Aber er hat die Anordnungen immer ignoriert“, sagte Ralf Kinkel, Leiter der Veterinärbehörde. Der Landwirt soll seine Tiere – zuletzt hielt er neben Zebu-Rindern rund 100 Ziegen – lange schlecht versorgt haben. Unter anderem wurden die Menge und Qualität des Futters und Wassers, die Behandlung kranker Tiere und die Verletzungsgefahr durch herumliegende Gegenstände beanstandet. Im Juli war ein Tierhalteverbot gegen ihn ausgesprochen worden.

Während die Ziegen verladen und verkauft wurden, war dies ohne Unterstützung des Landwirts bei den Rindern nicht möglich, sagte Kinkel. Zu groß sei die Gefahr gewesen, dass die sehr scheuen Tiere ausbrechen oder Mitarbeiter verletzt würden.

Der Landwirt sieht sich indes als Opfer. „Da wurden immer wieder Mücken zu Elefanten gemacht“, sagte er der „Allgäuer Zeitung“. dpa

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Erstellt:
8. November 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
8. November 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 8. November 2016, 06:00 Uhr

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