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Kind im Bauch zählt

Bei Bauplatzvergabe an Kusterdinger Bürger

Es sei schon die bisher ausgeübte Praxis gewesen, betonte gestern Peter Katzmaier vom Kusterdinger Rathaus: Wer ein Kind kriegt, kriegt auch Vergünstigungen bei Bauplätzen.

05.12.2014
  • bau

Kusterdingen. In fast allen Gemeinden gibt es für bauwillige Bürger/innen vom Ort und vor allem für kinderreiche Familien Vergünstigungen oder Bonuspunkte. So auch in Kusterdingen. In keiner anderen Kreisgemeinde gibt es aber, wie Katzmaier weiß, ein so ausgefeiltes System der Bauplatz-Vergabe. Weil eben der Siedlungsdruck auf den Härten, zwischen Tübingen und Reutlingen, besonders groß ist und mithin auch der Mangel an Baugrundstücken. Der stellvertretende Hauptamtsleiter: „Ich glaube, im Landkreis Tübingen sind wir die Einzigen, die so komplizierte Richtlinien haben.“

Generell ist es so in Kusterdingen, dass „für jedes kindergeldberechtigte Kind, sofern die Bauplatzbewerber bestimmte Einkommensgrenzen einhalten, ein Abschlag von 5000 Euro gewährt wird.“ Beim Erwerb eines Bauplatzes von der Gemeinde.

Generell gilt auch der Grundsatz – wie es in den sechsseitigen Richtlinien der Kommune zur Bauplatzvergabe unter Ziffer 3, Verteilungskriterien, heißt: „Familien mit einer höheren Zahl von kindergeldberechtigten Kindern werden bevorzugt berücksichtigt.“ Ein wichtiges Kriterium für die Anwartschaft auf einen gemeindeeigenen Bauplatz ist auch die Wohndauer: „Zum Zeitpunkt der Antragstellung muss der/die Bewerber/in seit mindestens fünf Jahren seinen/ihren Hauptwohnsitz in Kusterdingen haben“, heißt es unter Ziffer 2. Ein Kind reduziert diesen Zeitraum auf zwei Jahre.

Springender Punkt im vielschichtigen Regelwerk für die Bauplatzvergabe war nun das ungeborene Kind. Katzmaier: „Wenn eine ärztliches Attest gebracht wurde, dass ein Kind kommt, wurde der Abschlag auch bisher schon gewährt. Aber in den Richtlinien stand das nicht ausdrücklich drin.“

Deshalb hat man jetzt – ziemlich einmütig, bei nur einer Enthaltung am Mittwoch im Verwaltungsausschuss – alle entsprechenden Ziffern geändert und um den „vorgeburtlichen“ Passus erweitert: „Für jedes kindergeldberechtigte beziehungsweise ungeborene Kind auf Nachweis eines ärztlichen Attestes“ wird ein Abschlag von 5000 Euro auf den Bauplatzpreis gewährt; oder auch eine Verkürzung der Anwartschaft.

Allerdings gibt es selbst für Einheimische nur noch wenige freie Bauplätze der Gemeinde – in der „Braike“ sind frühestens ab Herbst 2015 welche in Sicht. Und, so Katzmaier: „Private verkaufen kaum.“

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05.12.2014, 12:00 Uhr

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