Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Kultusministerin sieht Schulen und Eltern in der Pflicht

Bei Diskriminierung an Schulen nicht wegschauen

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat die Schulen aufgerufen, bei Beleidigungen von Schülern nicht wegzuschauen.

27.03.2018

Von dpa/lsw

Susanne Eisenmann (CDU), Kultusministerin von Baden-Württemberg. Foto: Bernd Weißbrod/Archiv dpa/lsw

Stuttgart. «Deshalb unterstützen wir unsere Schulen dabei, jeder Form von Diskriminierung entschieden entgegenzutreten», sagte sie am Dienstag in Stuttgart. Dabei gelte es, vor allem durch Prävention kulturell und religiös motivierte Konflikte zu verhindern. Neben den Schulen sehe sie gleichermaßen die Eltern in der Pflicht.

Hintergrund sind aktuelle Fälle von Antisemitismus. An einer Grundschule in Berlin war eine Zweitklässlerin von älteren Schülern aus muslimischen Familien als Jude beschimpft worden. Der Zentralrat der Juden in Deutschland befürwortet angesichts von Antisemitismus und religiösem Mobbing in Schulen, eine bundesweite Statistik für Vorfälle dieser Art einzurichten.

Nach Angaben des Kultusministeriums gibt es keine zentrale Erfassung von antisemitischen verbalen Attacken und Schmierereien durch die Schulverwaltung im Südwesten. Auch standardisierte Wege für die Meldung solcher Vorfälle fehlten.

Nach Angaben des Ministeriums können sich Pädagogen beim «Kompetenzzentrum zur Koordinierung des Präventionsnetzwerks gegen Extremismus in Baden-Württemberg» und in einer Handreichung «Jugendliche im Fokus salafistischer Propaganda» informieren. Rund 60 Schulpsychologen sowie Psychologische Schulberater sind zu den Themen «Salafismus» und «Antisemitismus» geschult worden.

Zum Artikel

Erstellt:
27. März 2018, 20:41 Uhr
Aktualisiert:
27. März 2018, 18:10 Uhr
zuletzt aktualisiert: 27. März 2018, 18:10 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen