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Bei Metallica alles wieder beim Alten
Vierköpfige Götter ultraschneller Rock-Beats: Metallica. Foto: UMI/Mercury
Rock

Bei Metallica alles wieder beim Alten

„Hardwired . . . To Self-Destruct“ heißt das elfte Album der Mainstream-Metaller. Das Warten hat sich gelohnt.

24.11.2016
  • CLAUDIA REICHERTER

San Francisco. Einfach gesagt: Es gibt nichts Neues im Metallica-Universum. Das mag der eine oder andere Die-Hard-Fan jetzt missverstehen und gleich Hate-Kommentare losschicken, aber es ist erstens nicht gelogen und zweitens gut so. Wer wollte nach „Seek & Destroy“ (1983) denn schon, dass die damals pissearmen Undergroundrocker aus San Francisco noch irgendwas ändern?

Mit dem dritten Album „Master Of Puppets“ (1986) etablierte sich der Vierer um Drummer Lars Ulrich und Frontman James Hetfield zusammen mit Slayer, Anthrax und Megadeth als eingetragene Gottheit des Thrash-Metal. Wobei Metallica mit dem selbstbetitelten „Schwarzen Album“ Anfang der 90er auch zu den konsensfähigsten, sprich mainstreammäßig erfolgreichsten ihrer Zunft wurden – und mit Balladen wie „Nothing Else Matters“ für manchen Fan schon wieder indiskutabel sind. Diesbezüglich hat sich mit der von reichlich Tamtam – etwa einem Auftritt in der TV-Show „Circus HalliGalli“ samt anschließendem Club-Konzert für 350 glückliche Geladene und Kartengewinner in Berlin – begleiteten Veröffentlichung ihres elften Albums „Hardwired . . . To Self-Destruct“ (Universal/Mercury) vergangenen Freitag dann doch etwas geändert: Metallica klingen wieder wie früher.

Ulrich stellt in der von Greg Fidelman („Death Magnetic“, 2008) produzierten Platte mit seinem im bekannt kraftvoll-superschnellen Stakkato bearbeiteten Schlagzeug die Leinwand, auf der Hetfields Gesang und Robert Trujillos Bass die expressiven, aber durchweg erkennbar gegenständlichen Grundmotive ausbreiten. Kirk Hammets Leadgitarre zeichnet mit so sinnvoll dosierten wie versierten Soli Highlights ins stimmig nuancierte Metal- und Power-Rock-Tableau. Das bläst durch, das tut gut. Und dabei bleibt das kalifornische Kunstliebhaber-Gespann Hetfield/Ulrich auch nach 110 Millionen verkauften Alben dem Anspruch auf wertige Texte treu. So geht es in der Single-Auskopplung „Moth Into Flame“ etwa um die gefährlich-düstere, drogengleiche Wirkung von Ruhm. Auch das gab's früher schon mal. Macht aber nichts, gut so. Claudia Reicherter

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24.11.2016, 06:00 Uhr

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