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Bei Opel zeigt der Daumen nach oben
Opel-Chef Karl-Thomas Neumann, hier auf dem Pariser Autosalon, verhilft Opel zu einem Neustart. Foto: dpa
Investitionen

Bei Opel zeigt der Daumen nach oben

Dem Autobauer geht es besser. Jetzt bekommt er ein 210 Millionen Euro teures Entwicklungszentrum.

13.10.2016
  • ROLF OBERTREIS

Rüsselsheim. Jahrelang wurde Opel vom Mutterkonzern General Motors (GM) eher stiefmütterlich behandelt. Dass dies nun anders ist, hat viel mit Opel-Chef Karl-Thomas Neumann und deutlich verbesserten Absatzzahlen zu tun. 2016 dürfte Opel endlich wieder in die Gewinnzone rutschen. Neuestes sichtbares Zeichen der Wertschätzung ist das 210 Mio. EUR teure Entwicklungszentrum für Antriebsysteme in Rüsselsheim, das gestern eröffnet wurde. Dort werden Motoren und Getriebe für den Konzern entwickelt, auch Hybrid-Motoren und Elektro-Antriebe.

„Das Zentrum stärkt nicht nur Opel, sondern auch Rüsselsheim und den gesamten GM-Entwicklungsverbund“, sagte Neumann bei der Einweihung. Mehr als 800 Ingenieure werden in dem neuen Zentrum arbeiten, das in zweijähriger Bauzeit fertiggestellt wurde.

„Die Zeiten, in denen ein Benzinmotor und ein Getriebe für ein Fahrzeug ausreichend waren, sind definitiv vorbei“, sagt Christian Müller, Chef der beiden europäischen Entwicklungszentren. „Heute steht die Gesamtmobilität im Mittelpunkt, der Kunde erwartet neue, integrierte Technologien. Auch komplexere Systeme wie etwa Elektroantriebe“. Das für das nächste Jahr angekündigte Opel-Elektro-Auto Ampera-e mit einer Reichweite von angeblich mehr als 500 Kilometern wurde noch in den USA entwickelt.

Die Eröffnung des neuen Entwicklungszentrums bei Opel fällt in eine Phase, in der das Unternehmen deutlich im Aufwind ist. Von Januar bis September hat der Konzern in Europa 895 000 Autos verkauft und damit gut 5 Prozent oder 44 000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Trotz des vollständigen Rückzugs aus dem russischen Markt hat Opel damit das beste Ergebnis seit 2011 verbucht.

Treiber war der neue Opel Astra, von dem allein 212 000 Modelle in Europa neu zugelassen wurden, 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Marktanteil liegt bei 7,3 Prozent. Im ersten Halbjahr verbuchte Opel zusammen mit Vauxhall auch wieder einen Gewinn. GM zufolge waren es umgerechnet rund 119 Mio. EUR. otr

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13.10.2016, 06:00 Uhr

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