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Norweger erfreuen Fans in der Schleyerhalle

Bei a-ha ist alles beim Alten

Ende 2010 haben sie sich aufgelöst und 2015 dann doch zurückgemeldet - nun waren a-ha in Stuttgart auch mal wieder live zu erleben.

05.04.2016
  • CHRISTOPH A. SCHMIDBERGER

Stuttgart. Die norwegische Pop-Sensation a-ha ist mit neuem Album samt Welttournee aus der selbstverordneten Versenkung aufgetaucht. In der nahezu ausverkauften Schleyerhalle spielten die drei jugendlichen Mittfünfziger das erste Konzert in Deutschland seit gut fünfeinhalb Jahren. Als Support machte Max von Milland frischen Mundart-Rock, wirkte aber etwas deplaziert.

Eigentlich ist bei a-ha ja alles beim Alten geblieben. Zwar stiegen die Musiker, nur von einer kleinen Begleitband und einer Sängerin unterstützt, ungewohnt düster mit dezent verstörendem Bühnenbild ein, während Sänger Morten Harket seine Augen hinter einer Sonnenbrille versteckt hielt und man scheinbar die Nähe zum Dark Wave demonstrieren wollte. Aber in kürzester Zeit wichen Sonnenbrille und Lederjacke, etliche schmachtende Damen fanden sich trotz Bestuhlung direkt vor der Bühne ein, und es sollte ein gut 90-minütiges Best-of-Programm folgen, das alle Facetten von Synthie Pop bis zu Alternative Rock bot - immer mit der üblichen Dosis Melancholie.

Souverän, routiniert agierten a-ha auf der Bühne, leider auch ein wenig distanziert und kalkuliert. Das in Interviews nur für ein Album und eine Tour angepriesene Comeback scheint eben keine reine Herzenssache zu sein, sondern mehr ein Dienst an den Fans. Und die haben a-ha immer noch als einen verlässlichen Garanten für Radiohits und Ohrwürmer im Kopf. Umso erstaunlicher, dass ausgerechnet einige der Klassiker gar nicht so recht beim Publikum zünden wollten. Dafür wirkte die Band irgendwie befreit, als sie endlich ihre jüngste Single "Cast in Steel" spielte: eine kleine, aber feine Popnummer, die einfach gute Laune versprüht.

Diese Befreiung übertrug sich dann auch auf die Besucher, die sich beim gerade einmal sechs Jahre alten "Foot of the Mountain" - die erfolgreichste Single seit 1985! - lautstark bemerkbar machten. Nur war dann das Konzert fast schon wieder vorbei. Zum Glück hatte man sich für das Finale die ganz großen Hits der Marke "The Living Daylights" oder "The Sun Shines Always On T.V." aufgespart, und so konnten die Fans durchfeiern bis zur allerletzten Zugabe "Take On Me" - der Nummer-eins-Hit steht noch heute für den Mythos a-ha.

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05.04.2016, 06:00 Uhr

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