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Ullrich angezählt

Bei den Bürgermeisterwahlen in Alpirsbach geht es in den zweiten Wahlgang / Amtsinhaber auf Platz 4

Bei der Wahl in Alpirsbach hat im ersten Wahlgang kein Kandidat die absolute Mehrheit geschafft. Der Alpirsbacher Michael Pfaff hat mit 26,39 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis erreicht, gefolgt vom Freudenstädter Andreas Bombel (23,11 Prozent). Amtsinhaber Reiner Ullrich (21,43 Prozent) hat es, nach Matthias Auch (22,66 Prozent), nur auf Platz 4 geschafft. Am 24. April findet deshalb der zweite Wahlgang statt.

11.04.2016
  • Monika Schwarz

Alpirsbach.Die Spannung gestern war groß, die Überraschung am Ende ebenfalls. Dass es mit dem Diplom-Verwaltungswirt Michael Pfaff ausgerechnet ein Alpirsbacher ganz nach vorne schafft, das hatte er selbst so nicht erwartet, sagte er erleichtert und erfreut im Gespräch mit der SÜDWEST PRESSE. Pfaff hatte den Nachmittag entspannt im Kreise der Familie verbracht und war erst um 18.15 Uhr ins Haus des Gastes gekommen, wo Andreas Bombel und Reiner Ullrich mit ihren Familien, aber auch Matthias Auch und Werner Kaufmann gespannt im Kreise zahlreicher Bürger die Ergebnisse der nacheinander bekanntgegebenen Wahlkreise an der Großleinwand verfolgten.

Während Andreas Bombel nach Auszählung der ersten Wahlbezirke noch vorne lag, konnte Pfaff gegen Ende den Abstand verringern und Bombel sogar noch deutlich überholen. Rückschlüsse auf das Endergebnis lässt die gestrigeWahl allerdings nicht zu – die Ergebnisse liegen dafür zu nah beieinander. Dementsprechend ist zu erwarten, dass keiner der vier vorne liegenden Kandidaten seine Kandidatur zurückziehen wird. Wer allerdings zurückzieht, das ist Werner Kaufmann. Der Polizeibeamte aus Schenkenzell hat nur 6,1 Prozent der Stimmen erreicht und will deshalb im zweiten Wahlgang nicht mehr antreten.

Enttäuscht war er gestern nicht: „Nach diesem starken Bewerberfeld war mir klar, dass ich nur Außenseiterchancen habe.“ Eine klare Wahlansage hatte er aber trotzdem im Gepäck: „Ich werde Andreas Bombel unterstützen und das dürfen Sie auch schreiben“, stellt er klar. Bombel wird diese Unterstützung in Anbetracht des doch über 3-Prozentigen Abstands zu Pfaff auch brauchen.

Aber auch für Matthias Auch und Reiner Ullrich ist die Wahl noch lange nicht verloren. Michael Pfaff wird in der kommenden Woche normal zur Arbeit gehen und lediglich seine Standardtermine wie denjenigen auf dem Wochenmarkt wahrnehmen, sagt er. In der Woche vor der Wahl will er dann noch einmal Gas geben und die Bürgerschaft „auf das gemeinsame Ziel einstimmen“. Andreas Bombel will sich nun auch noch einmal verstärkt ins Zeug legen und Vollgas geben. „Es bleibt spannend“, sagt er. Wohl wissend, dass nun ein jedes einzelne Bürgergespräch entscheidend sein kann, das er führt.

Und Amtsinhaber Reiner Ullrich? Der zeigte sich ob des eigenen Abschneidens verständlicherweise enttäuscht, freute sich aber darüber, dass mit Pfaff nun auch ein Vertreter aus der Verwaltung vorne liegt. Das sah allerdings nicht jeder so: „Wir wurden schon viel zu lang verwaltet“, sagt eine ältere Frau enttäuscht. Unter den gespannten Besuchern war an diesem Abend auch Bürgermeister Bernhard Haas aus Dornstetten, der es seinerzeit ebenfalls als Dornstetter und als Verwaltungsfachmann gegen den Amtsinhaber im eigenen Ort an die Spitze und schließlich ins Amt des Bürgermeisters geschafft hatte. Pfaff muss im Moment allerdings noch zittern.

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11.04.2016, 01:00 Uhr

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