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Platzsparend: Äpfel an Säulen

Beim Apfelfest gab es Kulinarisches mit und Wissenswertes über Obst

Der Obst- und Gartenbauverein Rottenburg feierte am Sonntag in seinem Lehrgarten in Kalkweil sein alljährliches Apfelfest. Die Frühäpfel sind schon reif und konnten direkt vom Baum probiert werden.

19.08.2015
  • Dunja Bernhard

Rottenburg. Nach zunächst zögerlichem Zuspruch – es nieselte dem ganzen Vormittag – kamen am Nachmittag so viele Besucher, dass der Kuchen um 16 Uhr und der Fleischkäs um 17 Uhr ausverkauft waren, wie Vorstand Gerold Maier berichtete. „Was will man mehr“, sagte er. Die Führungen durch den Lehrgarten, in dem die Apfel- und Birnenbäume mit Früchten voll hängen, seien gut besucht gewesen.

Seit über 20 Jahren feiert der Verein das Apfelfest, um die Menschen in die Natur zu locken, wie Maier sagte. Zugleich geben Vereinsmitglieder Tipps, wie auf kleinstem Raum heimisches Obst angebaut werden kann.

In den 1960er-Jahren begann in British Columbia die Züchtung von Apfelbäumen, die einen säulenartigen Wuchs aufweisen. Ihre Früchte hängen ganz nah am Stamm. Die Bäume brauchen nur wenig Platz und können in Kübeln gehalten werden. Somit sind sie ideal für kleine Gärten, Terrassen oder Balkone. Ballerina, die erste Sorte mit diesem Wuchs, wurde mittlerweile weiter entwickelt, sagte Maier. Im Lehrgarten gedeihen Sorten mit so phantasievollen Namen wie Red River, Fire Dance und Red Cats. Cat steht in diesem Fall nicht für Katze, sondern für Columnar Apple Tree (Baum mit Säulenwuchs).

Die Lagerfähigkeit dieser Sorten sei nicht so ausgeprägt wie beim Erwerbsanbau, so Maier. Für den Hausgebrauch reiche sie aber. Hobbygärtner verzehren ihre Ernte, bis sie aufgebraucht sei. „Dann werden Äpfel gekauft.“ Für ideale Lagerbedingungen gebe es Boxen für den Hausgebrauch, die ein kühles Klima halten. Sie kosteten jedoch mehrere hundert Euro. „Das lohnt sich eigentlich nicht.“

Neben Säulenbäumen stehen im Lehrgarten in Kalkweil Spindelbäume. Die Äste sind rundherum um den Stamm angeordnet. Die Bäume werden so beschnitten, dass sie nicht höher werden, als der ausgesteckte Arm reicht. Das macht die Ernte weniger beschwerlich.

Bei den Buschbäumen benötigt der Pflücker eine Leiter. Sie sind jedoch sehr schön anzusehen. „Wir haben alle Erziehungsformen in unserem Lehrgarten“, sagte Maier. Im hinteren Teil des Gartens gibt es Hochstämme. Neben Äpfeln und Birnen wachsen in dem Garten Zwetschgen, Kirschen, Mirabellen und Beeren – jedenfalls im Frühsommer. Regelmäßig veranstaltet der Verein Schnittkurse.

Beim Apfelfest gab es Kulinarisches mit und Wissenswertes über Obst
Herbert Heberle, Gerold Maier und Kai von der Ohe (von links) freuten sich, dass Leberkäs und Kuchen reißenden Absatz fanden. Trotz morgendlichen Regens war das Apfelfest auf Kalkweil gut besucht. Bild: Bernhard

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19.08.2015, 12:00 Uhr

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