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Unfälle, Schüsse und Explosionen

Beim „Blaulichttag“ bekamen 3000 Besucher viele Übungen zu sehen

Polizisten griffen zur Pistole, Feuerwehrmänner zerlegten Autos und das Deutsche Rote Kreuz sowie das Technische Hilfswerk halfen Verschütteten: Die vier großen Blaulicht-Organisationen präsentierten gestern gemeinsam ihre Arbeit.

01.10.2012
  • Sascha Geldermann

Beim „Blaulichttag“ bekamen 3000 Besucher viele Übungen zu sehen
Bei dieser Schauübung befreien Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz eine eingeklemmte Verletzte aus einem Unfallwagen.Bild: Geldermann

Tübingen. Bei Einsätzen arbeiten Feuerwehr, Polizei, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und das Technische Hilfswerk (THW) in Tübingen Hand in Hand. Zur einer gemeinsamen Veranstaltung luden sie mit dem gestrigen „Blaulichttag“ aber zum ersten Mal. Die rund 3000 Besucher sahen dabei nicht nur 30 Einsatzfahrzeuge, sondern auch viele Schauübungen.

Das weitläufige Gelände im Steinlachwasen war der ideale Ort für die Veranstaltung. Hier sind nicht nur DRK und THW untergebracht, seit 2009 steht hier auch das Einsatztrainingszentrum der Polizei. Wie modern das ist, präsentierten die Polizisten mit harmlosen Laser-Waffen. Damit stellten sie sich im Trainingsraum nicht nur Zielscheiben entgegen, sondern auch Video-Simulationen.

Zeitgleich wurden auf dem Trümmergelände des THW die Rettungshunde von der Leine gelassen. Die Ausgangslage: Eine Gasexplosion hat Menschen verschüttet. Die Einsatzgeräte funktionierten hier nicht immer auf Anhieb, die Zusammenarbeit lief aber reibungslos. Zuerst spürten Hunde die verschüttete Übungspuppe auf, dann eilten die Helfer des THW zur Bergung und schließlich übernahm das DRK die Versorgung. Umringt von Zuschauern konnten die Notärzte das Puppen-Leben retten.

„Wir hoffen, dass die Präsentation unserer Arbeit zu mehr Verständnis für das Martinshorn sorgt“, sagte die DRK-Kreisvorsitzende Lisa Federle. Immer wieder bekämen Einsatzkräfte nämlich den Mittelfinger zu Gesicht, wenn sie das Signal einschalten. Außerdem gehe es bei dem Tag darum, Nachwuchs zu begeistern. Mit Ausnahme der auf Hauptamtliche ausgerichteten Polizei brauchen die Blaulicht-Organisationen auch viele ehrenamtliche Helfer. Von denen waren bei der Veranstaltung am Sonntag 250 im Einsatz.

Der Leiter der Tübinger Landespolizeidirektion Dietrich Moser von Filseck dankte den Tübinger Einsatzkräften bei einer Rede für ihre Arbeit. „Die Menschen hier wissen, dass Hilfe kommt, wenn sie in Not sind“, sagte er.

Der Ortsbeauftragte des THW Tübingen, Ares Klöble, warb dafür, künftig jährlich zum „Blaulichttag“ zu laden. An Besuchern hat es schließlich nicht gefehlt. Darunter befanden sich viele Kinder, die begeistert von dem vielen Blaulicht waren.

„Wir haben ganz bewusst Wert auf ein umfangreiches Kinderprogramm gelegt“, sagte Feuerwehrkommandant Michael Oser. Die Kleinen durften eine Runde in winzigen Polizeiautos drehen oder Teddybären medizinisch versorgen. Besonders fingen die Kinder aber zu strahlen an, wenn sie sich mal in ein echtes Einsatzfahrzeug setzen durften.

Die Straßen rund um das Schau-Gelände waren gesperrt. Hier gab es auch Vorführungen. So rückten Feuerwehr und DRK an, um Menschen aus zwei frontal zusammengestoßenen Autos zu holen. Das ging nicht ohne schweres Gerät. Zuerst mussten die Scheiben dran glauben, dann montierte die Feuerwehr die Dächer der Fahrzeuge ab. Die Versorgung der Befreiten übernahm anschließend das Rote Kreuz.

„Dass es sich um alte Autos handelt, erleichtert die Rettung“, sagte Oser. Bei neueren Fahrzeugen ist das schwieriger, da der Aufbau komplexer ist. Hier müssen die Einsatzkräfte über eine Software Infos über die Bauweise einholen. Sechs Stunden dauerte der Großeinsatz der Blaulicht-Organisationen. Die Veranstalter waren mit dem Besucherandrang zufrieden – das Interesse an der Arbeit der Einsatzkräfte war sehr groß.

Weitere Bilder vom „Blaulichttag“ bei tagblatt.de

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01.10.2012, 12:00 Uhr

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