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TAGBLATT-Gutenachtgeschichte in in Baisingen

Beim letzten Lese-Abend gab’s Comedy und Philosophie

Die Gutenachtgeschichte unterwegs machte am Freitag in Baisingen Halt, letztmals für diesen Sommer. Mehr als 40 Besucher kamen zur Schlossscheuer und spendeten exakt 347,90 Euro für den Kindergarten.

06.09.2010
  • katharina tomaszewski

Baisingen. Mitorganisiert hatte die Lesung der Förderverein Schlossscheuer gemeinsam mnit der TAGBLATT-Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit, für die Ulrich Janßen den Abend moderierte. Passend zum Spendenzweck spielte das Bläserquintett des Musikvereins das Stück „Kinderfest“ von Ivan Shekov.

Beim letzten Lese-Abend gab’s Comedy und Philosophie
Von Heraklit inspirierte Gedanken über die letzten Dinge las Pietro Brambilla vor der Schlossscheuer.Bild: Faden

Als erste las Margarete Straub einige Passagen aus dem Buch „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“, einem Werk des als TV-Kabarettist bekannten Arztes Eckart von Hirschhausen. Diät zu halten sei schwer, und nachts gelten andere Gesetze, deshalb plündern viele Leute in der Dunkelheit ihren Kühlschrank, meint der etwa. Und es gebe Unterschiede im Essverhalten. Während Männer glaubten, dass der Körper im Dunkeln die Kalorien nicht wahrnimmt, schlängen Frauen an der Zunge vorbei, damit der Körper den Geschmack nicht bemerke. „Eine Kalorie ist eine Wärmeeinheit, deshalb darf man Eis wieder von der Bilanz abziehen“, zitierte Straub.

Nach der Pause folgte eine kompakte Einführung in die griechische Philosophie. Pietro Brambilla trug Passagen aus Luciano De Crescenzos „Alles fließ, sagt Heraklit” vor. „Die Natur ist auf Gegensätze aus“, ließ Brambilla verlauten. Zwischen Geburt und Tod, so Heraklit, bestehe eine verborgene Harmonie, und nach dieser müssten die Menschen streben. Schöpfung und Zerstörung lägen nah beieinander, es gebe das Eine nicht ohne das Andere.

Je später der Abend, desto kälter wurde es unfehlbar, doch das Publikum war mit Kissen und Decken gut auf die sinkenden Temperaturen eingestellt. Für die Pause hatte die Metzgerei Nichter Wurstwaren gespendet; und dann sammelte der Kindergarten St. Rafael Spenden für ein neues Spielhäuschen in zwei Ebenen aus Kiefernholz, das seiner Kleinkindergruppe zugute kommt. Nach der zweistündigen Lesung, der letzte Gutenachtgeschichte für dieses Jahr, bedankte sich das Publikum mit Applaus.

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06.09.2010, 12:00 Uhr

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