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Beistand für Deutsche Bank
Auch Daimler-Chef Dieter Zetsche hält starke Banken für wichtig. Foto: afp
Finanzen

Beistand für Deutsche Bank

Das kriselnde Institut ringt um Vertrauen. Mehrere Dax-Vorstände betonen seine große Bedeutung.

04.10.2016
  • DPA

Berlin/Stuttgart. Besorgte Dax-Manager machen sich für die angeschlagene Deutsche Bank stark. Topmanager wie Siemens-Chef Joe Kaeser, Eon-Chef Johannes Teyssen und RWE-Chef Peter Terium betonten in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ die Bedeutung des Geldhauses für die deutsche Wirtschaft. „Die deutsche Industrie braucht eine Deutsche Bank, die uns in die Welt hinaus begleitet“, sagte der BASF-Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Hambrecht. Daimler-Chef Dieter Zetsche sagte: „Starke deutsche Banken sind wichtig für eine starke deutsche Wirtschaft. Diese Verbindung ist eng. Und das wird so bleiben.“

Die Folgen der Niedrigzinsen und die immer strengeren Regeln der Aufsichtsbehörden lasten schwer auf den Geschäften der Deutschen Bank. Auslöser für die große Nervosität der vergangenen Tage ist die Drohung der US-Justiz, der Bank für Vergehen mit Hypothekenpapieren eine Milliardenstrafe aufzubrummen. Am Freitag war der Aktienkurs aus diesem Grund erstmals unter die Marke von 10 EUR gesunken.

Aktienkurs fiel unter zehn Euro

Hintergrund waren Berichte, einige Hedgefonds in den USA hätten Geschäfte mit der Bank zurückgefahren und Geldbestände abgezogen. Bis Börsenschluss hatten sich die Papieren aber wieder erholt.

Der Präsident der deutschen Finanzaufsicht Bafin, Felix Hufeld, sagte der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“: „Ich warne davor, sich in eine Art Abwärtsspirale der negativen Wahrnehmung hineintreiben zu lassen. Nicht jede nervöse Marktreaktion ist durch objektive Fakten gedeckt.“ Richtig sei, dass es für jede große Bank in Deutschland Sanierungs- und Abwicklungspläne gebe.

Hufeld sorgt sich um die Branche. „Die niedrigen Zinsen fressen sich wie ein schleichendes Gift in die Bankbilanzen hinein“, sagte er. In der Union wächst nach den jüngsten Milliardenstrafen gegen Unternehmen in Europa und den USA einem Bericht der „Welt am Sonntag“ zufolge die Sorge vor einem transatlantischen Wirtschaftsstreit. „Was wir derzeit erleben, hat wirtschaftskriegsähnliche Züge“, sagte der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Bundestag, Peter Ramsauer (CSU). dpa

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04.10.2016, 06:00 Uhr

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