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Bekenntnis gegen ein Verbot
Der Verbrennungsmotor ist und bleibt für die Industrie im Land sehr wichtig. Foto: dpa
Stuttgart

Bekenntnis gegen ein Verbot

Die Wirtschaftsministerin ist gegen ein Aus für den Verbrennungsmotor und für Digitalisierung.

18.10.2016
  • dpa/cast

Stuttgart. Industrie und Politik sind sich einig: Das für das Jahr 2030 diskutierte Aus für Verbrennungsmotoren hätte verheerende Folgen für die hiesige Industrie. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) bekräftigte nach einer Diskussion mit Industrievertretern, es gebe ein „klares Bekenntnis“ der Landesregierung gegen ein mögliches Verbot. „Wir müssen technologieoffen sein bei der Regulierung“, sagte sie. Mahle-Chef Wolf-Henning Scheider betonte, es gebe auch andere Möglichkeiten, Emissionen zu verringern, beispielsweise synthetische Kraftstoffe.

In Baden-Württemberg hängen Tausende Jobs am Verbrennungsmotor – nicht nur bei den Autoherstellern. Auch Zulieferer, die auf Kolben, Abgasnachbereitung oder Getriebe spezialisiert sind, stünden im Falle eines Verbots vor großen Problemen. IG-Metall-Landesbezirksleiter Roman Zitzelsberger spricht von „großen Herausforderungen“, geht aber gleichzeitig fest davon aus, dass konventionelle Antriebe auch noch in zehn Jahren die deutliche Mehrheit stellen.

Die Diskussion um ein Verbrenner-Verbot hatte zuletzt an Fahrt aufgenommen, weil der Grünen-Bundesvorstand in einem Antrag für den Parteitag im November auf ein Zulassungs-Verbot ab 2030 dringt. In einer Stellungnahme des Bundesrates wird die EU-Kommission außerdem gebeten zu prüfen, wie sich mit Hilfe von Steuern ab 2030 abgasfreie Mobilität fördern lässt. Die grün-schwarze Landesregierung hatte dem Vorschlag allerdings nicht zugestimmt.

Beim Baden-Württembergischen Automobildialog in Stuttgart betonte Nicole Hoffmeister-Kraut überdies: „Die Elektromobilität und die Digitalisierung bieten der Fahrzeugbranche viele neue Möglichkeiten.“ Man habe mit der Markteinführung erst begonnen. „In diesem und dem nächsten Jahr werden noch einige weitere Modelle unserer Hersteller auf den Markt kommen“, so die Ministerin. Verbesserungen der Modelle seien unter dem Gesichtspunkt Luftqualität für Baden-Württemberg und Stuttgart besonders wichtig.

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18.10.2016, 06:00 Uhr

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