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Stimmen zum verfallenden Gartenhaus

Bellino-Haus retten

Unser Bericht über den Verfall des Bellino-Gartenhauses rief Fragen hervor. Was sagt die Denkmalschutzbehörde dazu? Der Sülchgau Altertumsverein? Der Verein Bauhütte? Dazu ein paar Stellungnahmen.

20.06.2012
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Rottenburg. „Der bauliche Zustand des Bellino-Gartenhauses macht einen schlechten Eindruck“ bedauerte Oliver Knörr, Pressesprecher des Regierungspräsidiums Tübingen. Es handle sich um ein „Kulturdenkmal von ortsgeschichtlicher Bedeutung“. Die Denkmalbehörde hoffe, dass „das Objekt überhaupt noch gehalten werden kann“.

Baubürgermeister Thomas Weigel erklärte, aus Sicht der Stadt sei es „wünschenswert, dass das Gebäude erhalten bleibt und man zügig in eine Sanierung einsteigt“. Es gebe seitens der Stadt das Angebot aus dem Jahr 2011, sich mit einer Architekten-Teilleistung an der Finanzierung der Sanierung zu beteiligen. Als Chef der Unteren Denkmalschutzbehörde verweist Weigel außerdem auf die Verpflichtung, in Abstimmung mit dem Denkmalamt sich für einen umgehenden Beginn der Bauarbeiten einzusetzen.

Dem mehr als 500 Mitglieder zählenden Sülchgauer Altertumsverein liegt der Erhalt und Wiederaufbau des geschützten Baudenkmals ebenfalls sehr am Herzen. Der Ausschuss „bedauert den fortschreitenden Verfall des Bellino-Gartenhauses und appelliert dringend an das Bischöfliche Ordinariat, dafür Sorge zu tragen, dass das Gebäude gerettet wird“.

Auch der Rottenburger Verein „Bauhütte“, so dessen Vorsitzender, der frühere Oberbürgermeister Klaus Tappeser, „appelliert dringend an den bisherigen Nutzer – die Diözese – die Sanierung einzuleiten“. Das Bellino-Häuschen stehe für die Kultur des städtischen Bürgertums. Deshalb setze sich der Verein schon seit Jahren intensiv für den Erhalt ein. Der finanzielle Rahmen der Sanierung allerdings sprenge die Möglichkeiten der Bauhütte erheblich.

Nicht zuletzt verweist auch Dieter Manz auf die Bedeutung des in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erbauten Kleinods: Das von „Architektentrost“ (Vogelknöterich) bedeckte Barockhaus samt klassizistischer Veranda sei „eines der letzten Zeugnisse der Gartenkultur von Rottenburgs einstiger Oberschicht“. Es sei, so der Rottenburger Stadthistoriker, „höchste Zeit, dass unabhängig von eventuellem Kompetenz-Gerangel die Rettung des Denkmals in Angriff genommen wird“.

Es bröckelt vor sich hin

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20.06.2012, 12:00 Uhr

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