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Gesamtzahl steigt

Bericht der Aidshilfe: Neuinfektionen konstant

Die Zahl der Neuinfektionen blieb auch 2013 in etwa konstant. Die Gesamtzahl der Infizierten aber steigt. Dies geht aus dem Bericht der Aidshilfe Tübingen / Reutlingen hervor.

27.11.2014

Tübingen. Der 1. Dezember ist der Weltaidstag. Mit diesem Datum kündigt sich die Benefizgala der Aidshilfe im Tübinger LTT an (Sonntag, 30. November, 19 Uhr, es gibt noch Karten), aber auch ihr Jahresbericht. In Deutschland leben derzeit rund 80 000 HIV-Positive und an Aids Erkrankte. Im vergangenen Jahr gab es insgesamt 3200 Neuinfektionen, in Baden-Württemberg 270.

Solche Zahlen sind immer auch Schätzungen, genauere Angaben für die Region, so Geschäftsführerin Brigitte Ströbele auf der Pressekonferenz, liegen nicht vor. Dass die Gesamtzahl der Infizierten steigt, hat vor allem mit verbesserten Therapiemöglichkeiten und einer höheren Lebenserwartung zu tun.

Am stärksten von HIV betroffen sind nach wie vor Männer, die Sex mit Männern haben. Im laufenden Jahr hat die Aidshilfe ihre Präventionsarbeit für jüngere schwule Männer in den sogenannten „Cruising-Areas“ wie dem Kirchentellinsfurter Baggersee intensiviert. Prävention ist auch das Stichwort für die Arbeit an Schulen, dafür ist vor allem Diplompädagogin Gitta Rosenkranz zuständig. 40 Schulen in den Landkreisen werden von ihr betreut und mit Infomaterial versorgt.

Für die Klienten der Aidshilfe, die in ambulant betreuten Wohngruppen leben, ist eine Tagesstruktur von großer Bedeutung. In diesem Jahr ist die Aidshilfe mit zwei Streuobstwiesen in die Landwirtschaft eingestiegen. Nicht nur der therapeutische Effekt erwies sich als fruchtbar, auch der Ertrag des Projektes: 750 Liter Bio-Apfelsaft wurden gepresst und stehen nun zum Verkauf bereit.

Eine wichtige Aufgabe erfüllt die Aidshilfe mit ihrer monatlichen Abend-Testsprechstunde. Jeweils am ersten Dienstag im Monat (18.30 bis 20.30 Uhr) kann sich jede/r in der Herrenberger Straße anonym beraten und mit HIV-Schnelltests untersuchen lassen (15 Euro).

Mit steigenden Flüchtlingszahlen und der Einrichtung einer Erstanlaufstelle in Tübingen wird auch auf die Aidshilfe mehr Aufklärungs- und Beratungsarbeit zukommen. Mit dem derzeitigen Personal kaum machbar. Ströbele wird die entsprechenden Anträge bald stellen.ust

Info Am Montag, 1. Dezember, dem Weltaidstag, lädt die Aidshilfe zu einer Gedenkstunde aller an Aids Verstorbenen auf dem Tübinger Sternplatz ein.

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27.11.2014, 12:00 Uhr

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