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Attacke ändert nichts

Berlin hält an Bundeswehreinsatz in Afrika fest

Laut Verteidigungsministerium hat der Terroranschlag in Mali keinen Einfluss auf den geplanten Bundeswehr-Einsatz. Kritik kommt aus der Opposition.

21.11.2015
  • AFP

Die Bundesregierung hält auch nach dem Angriff auf ein Hotel in Mali an ihren Überlegungen zur Ausweitung des Bundeswehr-Einsatzes in dem westafrikanischen Land fest. Die Tat habe "keinen Einfluss auf die Planungen", sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin. Eine derart "groß angelegte Mission" werde nicht von einzelnen Vorkommnissen abhängig gemacht. Die Bundeswehr werde die Geschehnisse in der malischen Hauptstadt aber "im Nachhinein klug analysieren müssen". Von Linken und Grünen kam Kritik an den Plänen.

Deutschland will sich in Zukunft stärker militärisch in Mali engagieren: In der Folge der Anschlagsserie von Paris will die Bundesregierung so die französische Armee in Westafrika entlasten. Derzeit sind dort rund 220 deutsche Soldaten an zwei Einsätzen unter Führung der UNO und der EU beteiligt. Sie sind im ruhigeren Süden stationiert; der Norden Malis gilt als instabiler.

Politiker von Grünen und Linkspartei warnten vor einer Ausweitung des Bundeswehrmandats auf Kampfeinsätze. Die grausame Attacke zeige einmal mehr, dass die Sicherheitslage auch im Süden schlecht sei, sagte die Grünen-Wehrexpertin Agnieszka Brugger der "Berliner Zeitung". "Kopflose und vorschnelle Forderungen nach Kampftruppen der Bundeswehr für Mali sind unangemessen." Auch der Linken-Außenexperte Stefan Liebich lehnte eine Entsendung deutscher Kampftruppen ab.

Der SPD-Verteidigungspolitiker Rainer Arnold forderte nach der Geiselnahme von Bamako ein überarbeitetes Sicherheitskonzept für die deutschen Soldaten in Mali. Es sei klar, dass es für diese "ein Sicherheitsbackup geben muss", sagte er dem "Tagesspiegel". Dazu zähle, dass es Spezialkräfte für eine Evakuierung im Notfall gebe.

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21.11.2015, 12:00 Uhr

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