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King Hämmerle

Bernd Kohlhepp erhält Landeskleinkunstpreis

Der Ammerbucher Kabarettist Bernd Kohlhepp hat einen der drei Landeskleinkunstpreise bekommen. Die sind jeweils mit 5000 Euro dotiert und wurden unter aus der Riege von 42 beteiligten Künstlern durch eine zehnköpfige Jury ermittelt.

17.01.2015

Der Kleinkunstpreis Baden-Württemberg ist der höchstdotierte und einzige Landespreis für Kleinkunst in Deutschland. Überreicht werden die Preise am 16. April durch Kunststaatssekretär Jürgen Walter und Lotto-Landesgeschäftsführerin Marion Caspers-Merk im Freiburger E-Werk. Vorab ließ Jürgen Walter geradezu programmatisch verlauten, Kleinkunst vereine „beste Unterhaltung mit beißender Kritik – und verschont dabei weder Gesellschaft noch Politik. Wie ein Seismograph vermag sie aktuelle Befindlichkeiten aufzugreifen und dem Publikum zu spiegeln.“

Bernd Kohlhepp wiederum gilt nicht unbedingt als politischer Kabarettist im strengeren Sinne. Die Jury lobt ihn stattdessen als einen „echten kabarettistischen Schaffer mit enormem Output und Programmvielfalt“, der „längst zur Kultfigur im Südwesten geworden“ sei. Wer wie er mit dem Gen für kurzweilige Unterhaltung auf schwäbisch und hochdeutsch ausgestattet sei, das Ganze mit dem gewissen Intellekt und begeisternder Musikperformance anreichere, der verdiene zu Recht einen Kleinkunstpreis.

Der Sohn eines Badeners und einer Holländerin kam mit zwei Jahren nach Tübingen, genauer ins Ammertal. Kohlhepp ging in Tübingen zur Schule, studierte hier, „schlug sich eine Zeitlang als Kritiker des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTS durch“, wie er in seiner Biografie vermerkt (Kürzel: „bek“), startete hier seine Karriere im „Vis-à-Vis“-Verbund mit Comedian Klaus Birk.

Seit 1997 ist der Unterhaltungskünstler Bernd Kohlhepp vornehmlich allein unterwegs und dabei doch bestens in der Szene vernetzt. Vor allem mit der Figur des hausmeisterlich befeuerten Bonsai-Bruddlers Hämmerle aus Bempflingen bestückte er ein halbes Dutzend Solo-Programme. Mit Eckhard Grauer alias Leibssle eroberte er als „Hämmerle und Leibssle“ auch den SWR. Ansonsten widmete er sich so unterschiedlichen Leitsternen wie Elvis, Friedrich Schiller und Winnetou.

Eines der aktuellen Programme ist „Hämmerle goes Big Band“, das Kohlhepp als leidenschaftlichen Rock‘n‘Roller kennzeichnet. Aber auch das eher stillere, skurrilere Duett mit Uli Boettcher „Der unsichtbare Hund“ kehrt zurück. In Tübingen ist Bernd Kohlhepp bereits in einer Woche zu erleben, und zwar im Sudhaus („Der King kehrt zurück – Elvis Reoladed“). Ansonsten sieht der bisherige Terminkalender in diesem Jahr hier in der Region nur noch einen Auftrittam 12. März im Rottenburger Waldhorn-Kino vor („Hämmerle – privat“).Wilhelm Triebold

Bernd Kohlhepp erhält Landeskleinkunstpreis
Schaut her, ich bin’s: Nach dem Paulaner-Kabarettpreis, dem Traugott-Armbrüschtle-Preis, dem Neu-Ulmer Pocket Klassiker Award und dem Lindauer Kabarettpreis gebührt dem Ammerbucher Bernd Kohlhepp nun endlich auch der Landeskleinkunstpreis. Archivbild

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17.01.2015, 12:00 Uhr

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