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Mensa-Neubau: Park in Denkmalzone

Bernd Selbmann: Schutzsituation bekannt

Bernd Selbmann, Leiter des Tüber Amtes Vermögen und Bau, wehrt sich gegen die Darstellung, dass sein Amt im Rahmen der Campusplanung denkmalpflegerische Belange im Alten Botanischen Garten ausgrenze.

10.07.2015
  • jol

Tübingen. Der in unserer gestrigen Ausgabe gezeigte Ausschnitt aus einem Plan des Tübinger Amts für Vermögen und Bau Baden-Württemberg war nicht geeignet, um vollständig zu dokumentieren, wie die Landesbehörde die Grenzen des denkmalgeschützten Alten Botanischen Gartens einschätzt. „Dass der Botanische Garten gesamtheitlich als Kulturdenkmal geschützt ist, ist mir schon immer klar“, betont Amtsleiter Bernd Selbmann. Thema des kritisierten Artikels sind Vorüberlegungen im Uni-Rektorat, in den Nordwestbereich des Botanischen Gartens, der als Parkplatz genutzt wird, eine Mensa zu bauen.

Bernd Selbmann: Schutzsituation bekannt
Aus den Wettbewerbsunterlagen aus dem Jahr 2008 für die Campusplanung: Dieser Planausschnitt grenzt unmittelbar an den von gestern an. Er zeigt oberhalb der blau gestrichelten Ammer die Alte Botanik (5) und daneben den baumüberkronten Parkplatz, darüber die Neue Aula (7). Rechts oben sieht man die denkmalgeschützte Baumgarten-Mensa (13-15).

Der gestern in unserer Zeitung vorgestellte Kartenausschnitt ist dem städtebaulichen Ideenwettbewerb aus dem Jahr 2008 zur Neuordnung des Zentralcampus entnommen. Auslober war das hiesige Amt für Vermögen und Bau. Der 30 Hektar umfassende Wettbewerbsbereich war in sieben Ausschnitte unterteilt worden. Diese sieben „Quartiere“, so Selbmann, sollen „den unterschiedlichen städtebaulichen Situationen und daraus resultierenden Fragestellungen Rechnung tragen“.

Das wettbewerbsauslobende Amt präsentierte den Architekten den Alten Botanischen Garten jedoch nicht als ein zusammengehörendes Quartier. Vielmehr wurde der Park in zwei Pläne aufgeteilt: südlich und nördlich der Ammer. Die Alte Botanik und der angrenzende Parkplatz wurden dem nördlichen Quartier zugeordnet und an anderer Stelle der Wettbewerbsunterlagen vorgestellt. (Es ist der Plan links.)

Irreführend sind die Quartiere auf den Karten mit einer orangefarbenen gestrichelten Linie begrenzt, die sich von der Markierung für den Denkmalschutz nur um eine Nuance unterscheidet. Somit entstand bei der isolierten Betrachtung der gestern veröffentlichten Karte der Eindruck, dass das Amt nicht den kompletten Geltungsbereich des Denkmalschutzes im Parkgelände kennt. Daraus aber zu schließen, dass das Amt den Parkplatz neben der Alten Botanik absichtlich aus dem Geltungsbereich des Denkmalschutzes herausgestrichelt habe, weist Selbmann zurück. Eine „absichtlichen Irreführung der planenden Architekten und Städtebauer“ sei unzutreffend.

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10.07.2015, 12:00 Uhr

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