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Professor für Erziehungswissenschaft

Bernhard Schmidt-Hertha

Tübingen. „Berufliche und betriebliche Weiterbildung“ ist der Schwerpunkt der Professur von Bernhard Schmidt-Hertha. Im weiteren Sinn geht es also um Erwachsenenbildung und lebenslanges Lernen. Dabei interessiert ihn auch das informelle Lernen, außerhalb von Institutionen wie Volkshochschulen.

09.08.2012

In einer Studie zu seiner Habilitation an der Uni München, wo er auch studierte und promovierte, untersuchte er die Bildungsbemühungen von Älteren und älteren Arbeitnehmern. Er stellte fest, dass sie sehr viel selbst organisiert lernen – in Zirkeln, Vorträgen, auf Bildungsreisen.

Wie Bildungseinrichtungen an diese Lernbereitschaft anknüpfen können, wie man erworbene Kompetenzen messen und – immer wichtiger – im europäischen Rahmen anerkannt bekommen kann, ist eines der Forschungsinteressen des 39-Jährigen. „Bildung ist kein im Jugendalter abgeschlossener Prozess“, betont er.

Nach Tübingen bringt Schmidt-Hertha ein Forschungsprojekt mit, das sich damit beschäftigt, wie Medienkompetenz Kooperation zwischen den Generationen erworben wird: Opa lässt sich vom Enkel, dem „digitalen Eingeborenen“, an Computer und Internet heranführen. Die meisten Älteren, sagt der Pädagoge, suchten solche informelle private Hilfe beim Zugang zu digitalen Medien. Volkshochschulkurse zur PC-Einführung wünschten sie dagegen altershomogen: Jüngere Teilnehmer sind ihnen zu schnell. Nebenbei zeige das Projekt, dass die Informationstechnologie Generationen verbindet, die ansonsten heute zwar entspannt nebeneinander her leben, aber wenig miteinander anfangen.

Schmidt-Hertha, der aus dem bayerischen Burghausen nahe der österreichischen Grenze stammt, ist sehr gern nach Tübingen gekommen. Der glänzende Ruf und die große Tradition der Erziehungswissenschaft an dieser Universität sind für ihn „erste Liga“. Aber auch in der Stadt fühlt er sich wohl, nach zwei Jahren als Vertretungsprofessor in Frankfurt und Braunschweig. Mit seinem gerade drei Wochen alten Sohn hat er nun auch schon einen geborenen Tübinger in der Familie.

upf / Bild: Sommer

Bernhard Schmidt-Hertha

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09.08.2012, 12:00 Uhr

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