Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Berühmt dafür, berühmt zu sein
Miss Ungarn, Schauspielerin, Sexsymbol: Zsa Zsa Gabor war eine der Stützen der High Society in Hollywood . Foto: dpa
Hollywood

Berühmt dafür, berühmt zu sein

Der ehemalige Filmstar Zsa Zsa Gabor ist tot. Die prominente Diva starb kurz vor ihrem 100. Geburtstag an den Folgen eines Herzinfarkts.

20.12.2016
  • AFP

Los Angeles. Die Hollywood-Legende Zsa Zsa Gabor ist tot: Kurz vor ihrem hundertsten Geburtstag ist die aus Ungarn stammende Film-Diva an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben, sagte ihr deutscher Ehemann Frederic von Anhalt der Nachrichtenagentur AFP in Los Angeles. „Sie starb nicht alleine, alle waren hier“, berichtete er.

Die neun Mal verheiratete Gabor war der Inbegriff der mondänen Hollywood-Diva. In der Nachkriegszeit wurde die platinblonde Budapesterin in den USA als Schauspielerin und Sexsymbol bekannt.

Später sorgte sie vor allem durch ihre zahlreichen Ehen mit schwerreichen Männern für Schlagzeilen, ihr Ruhm bestand auch nach ihrem Abschied von der Filmarbeit fort. Zsa Zsa Gabor war eine der ersten Persönlichkeiten, die berühmt dafür waren, berühmt zu sein.

Die letzten 30 Jahre war Gabor mit dem aus Deutschland stammenden Adoptiv-Prinzen Frederic von Anhalt verheiratet. Es war die mit Abstand längste ihrer neun Ehen. Frederic zeigte sich am Sonntag gegenüber AFP tief erschüttert über den Tod seiner 26 Jahre älteren Frau, die er lange gepflegt hatte.

Die Schauspielerin wirkte in zahlreichen Hollywood-Filmen mit, etwa in Kassenschlagern wie „Moulin Rouge“ und „Lili“. Auch abseits der Leinwand setzte sie sich gekonnt in Szene: Sie war Dauergast in Klatschblättern und zählte zu den Stützen der High Society in Hollywood.

Zu Gabors geflügelten Sprüchen zählten Sätze wie: „Ehemänner sind wie Feuer: Sie erlöschen, wenn man nicht aufpasst“, „Ich habe nie einen Mann genug gehasst, um ihm die Diamanten zurückzugeben“, oder „Du kennst einen Mann nicht wirklich – bis Du Dich scheiden lässt“.

Gabor wurde Anfang 1917 in Budapest geboren, das damals noch zur österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie zählte. 1936 wurde sie zur Miss Ungarn gekürt. Ihren ungarischen Akzent behielt sie auch nach der Übersiedlung in die USA bei, er wurde ihr oft parodiertes Markenzeichen.

Die Diva war ein Star auf dem Party-Parkett, andere Leute sprach sie mit Vorliebe als „Darling“ an – oder als „Dahlink“, wie es sich bei ihr anhörte. „Ich nenne jeden einfach ,Dahlink‘, weil ich mir keine Namen merken kann“, sagte sie einmal.

Gabor kultivierte ihr Image als Sexsymbol. Mit hellblondem Haar und kurvenreichem Körper entsprach sie dem Schönheitsideal der Nachkriegszeit.

In ihrer Autobiografie dokumentierte sie eine lange Reihe von Affären. Sie gab an, im Alter von 15 Jahren bei einer Begegnung mit Kemal Atatürk, dem Gründer der modernen Türkei, ihre Jungfräulichkeit verloren zu haben: „Für den Rest meines Lebens suchte ich nach einem anderen Gott, der ihn noch überragte.“

Fündig wurde sie immer wieder: Detailliert beschrieb sie ihre Affären etwa mit Sean Connery und Frank Sinatra. Zu den Männern, deren Avancen sie zurückwies, zählten nach Gabors Darstellung John F. Kennedy, Elvis Presley und Henry Fonda.

Ihre romantischen Verbindungen umfassten auch eine intime Begegnung mit der Filmlegende Greta Garbo. „Sie küsste mich direkt auf den Mund“, schrieb Gabor. „Ich konnte nicht anders und küsste sie zurück, weil sie so überwältigend stark und schön war.“

Gabor hat in den vergangenen Jahren mit gravierenden gesundheitlichen Problemen gekämpft. Seit 2002 saß sie nach einem Autounfall im Rollstuhl, 2005 erlitt sie einen Schlaganfall. 2010 hatte sie eine schwierige Hüftopreation, ein Jahr später musste ein Bein teilamputiert werden. Wegen der horrenden Behandlungskosten musste sie ihre Villa in Bel Air verkaufen.

Die meisten Bekannten aus Gabors aktiver Zeit sind inzwischen tot. Ihre frühere Kollegin, die 85-jährige Barbara Eden, schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter: „Sie und ihre Schwestern waren reizende Damen, es war immer ein Vergnügen, sie in der Nähe zu haben.“ afp

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

20.12.2016, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball