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Stadt- und Sparkassen-Angestellte demonstrierten in Stuttgart

Beschäftigte im öffentlichen Dienst zeigten Streik-Flagge

Tübingen. Zehn bestreikte Kindergärten und Horte, das Bürgeramt am Nachmittag geschlossen und spürbar ausgedünnter Service in den Kreissparkassen-Filialen: Der Warnstreik, zu dem die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Deutsche Beamtenbund gestern die Beschäftigten im öffentlichen Dienst aufgerufen hatten, zeigte durchaus Wirkung in Tübingen.

05.02.2010

Rund 100 Leute trafen sich am frühen Morgen vor der Kreissparkasse am Lustnauer Tor, zogen gemeinsam zum Europaplatz und fuhren in zwei Sonderbussen zur Streik-Demo mit Kundgebung in die Landeshauptstadt.

Auch aus Reutlingen beteiligten sich 100 Leute. Insgesamt nahmen an dem landesweiten Protest rund 5000 im öffentlichen Dienst Beschäftigte teil. Die Stimmung sei gut gewesen, sagte Rainer Ehlert. Der Verdi-Bezirks-Sekretär hatte den Warnstreik in Tübingen organisiert. Mit der Beteiligung war er zufrieden: „Es war ja der erste Warnstreiktag und wir haben Flagge gezeigt.“

Bis einschließlich kommenden Dienstag soll die Warnstreikwelle durch die ganze Republik rollen. Ob man mit den Arbeitsniederlegungen etwas bewegt habe, werde sich kommenden Mittwoch und Donnerstag in der nächsten Verhandlungsrunde zeigen, sagt Ehlert. Bisher liegt von den Arbeitgebern noch kein Angebot vor.

Beschäftigte im öffentlichen Dienst zeigten Streik-Flagge

Verdi und der Beamtenbund wollen Einkommensverbesserungen von insgesamt fünf Prozent, einschließlich einer sozialen Komponente und der Wiedereinführung von Aufstiegsmöglichkeiten erreichen. Ebenfalls fordern sie den Ausbau der Altersteilzeitregelungen und die Übernahme von Auszubildenden.

Kommt es nächste Woche zu keiner Einigung, könnte es übernächste Woche auch in Tübingen wieder Warnstreiks geben, dann aber mehrtägige, wie Ehlert ankündigt. Er ist überzeugt, dass dem nächsten Aufruf noch mehr Beschäftigte als gestern folgen werden: „Auch Streiken muss man üben.“

uha/Bild: Metz

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05.02.2010, 12:00 Uhr

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