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Rocken in der Hitze

Bestes Festival-Wetter zum zehnjährigen Bestehen des Mini-Rock-Festivals

Vom Regen Anfang der Woche war kaum mehr eine Spur. Bei strahlen blauem Himmel startete der erste Tag des zehnten Mini-Rock-Festivals auf dem Festplatzin Horb. Hüte, Sonnencreme und jede Menge Spritzpistolen durften bei diesem Wetter natürlich nicht fehlen.

02.08.2014
  • Sara Vogt

Horb. Nur noch vereinzelte kleine Schlammpfützen erinnerten an die Regenfälle während des Mini-Rock-Aufbaus Anfang der Woche. Die Sonne brannte auf die Köpfe und spärlich bekleideten Körper der Festivalbesucher. Die ersten Sonnenbrände wurden schon auf dem Zeltplatz bekämpft. Dankbar nahmen die Besucher die grünen Strohhütte mit passender Sonnenbrille vom AOK-Stand entgegen.

Letzes Jahr erfrischten sich die Festival-Besucher im Neckar. Doch wie das Mini-Rock-Team schon am Donnerstag über die Facebook-Seite angekündigt hatte, war der Neckar wegen der starken Regenfälle zu einer dreckigen Brühe angewachsen und Schwimmen verboten: „Der Neckar hat leider geschlossen“. Zu gefährlich ist die Strömung. Auf der Neckarwiese wurde zwar gechillt, doch ins Wasser wollte niemand. Dafür wurde auf dem Campingplatz gespritzt, was das Zeug hielt, und die „Wasserstelle“ wurde zum Treffpunkt.

Die „Crew“ aus Ludwigsburg nutzen die Steine um die Wasserstelle, um ein Kunstspringen zu absolvieren. Einheitlich in Achsel-Shirts mit Batik-Muster gekleidet, zeigten sie ihrem immer wachsenden Publikum ihre kleinen Kunststückchen . „Wir machen gerne Batik“, erklärt Matze von der „Crew“. „Die T-Shirts haben wir selbst gemacht.“

Bestes Festival-Wetter zum zehnjährigen Bestehen des Mini-Rock-Festivals
Pünktlich zum Auftritt von „Sierra Kidd“ krochen die Festival-Besucher aus ihren Zelten, um in der Sonne vor der Bühne so richtig abzufeiern. Bilder: Kuball

Ein paar Meter weiter wurden gerade einem jungen Mann die Haare gefärbt. Die Wahl fiel auf die Farbe Grün, was wohl auch an den Händen der Hobby-Freisteuerin noch eine Weile zu sehen sein wird. Den Rest des Haarfärbe-Mittels schmierten sich zwei ganz Mutige in den Bart.

Im Schatten unter ihrem Pavillon feierte die „Goodlife-Crew“ aus Rexingen immer noch ihren Sieg beim Flunkyball-Turnier am Donnerstagabend und präsentierte den Vorbeilaufenden stolz ihren Pokal in Form eines Bierfasses.

Dann war es soweit: Die „Calves“ aus Reutlingen eröffneten auf der Open-Air-Bühne das Mini-Rock-Festival. Die wenigen Zuschauer drängten sich auf den schmalen Schattenstreifen vor der Bühne. Die Band hatte den „Three-Gigs- for-Free“ Contest gewonnen. „Schade, dass so wenig los war“, sagte Sänger Cihan Ozman nach dem Auftritt. Aber er ist zuversichtlich: „Im nächsten Jahr spielen wir dann etwas später“, sagte er grinsend. Gebucht wurden sie zwar noch nicht, doch er hofft, dass sie nächstes Jahr wieder spielen dürfen.

Als zweite Band rockten die Jungs von „Bomb Whateva“ aus Stuttgart die Zeltbühne. Ob die ersten beiden Bands die Leute auf dem Zeltplatz nun wachgerüttelt hatten, oder sie sich wegen dem 17-jährigen Rapper „Sierra Kidd“, aus ihren Campingstühlen quälten – kurz vor halb vier strömten die Festival-Besucher in Scharen auf das Festivalgelände.

Bestes Festival-Wetter zum zehnjährigen Bestehen des Mini-Rock-Festivals
Tattoos liegen voll im Trend

Mit Achsel-Shirts, Blumen-Haarbändern und Sonnenbrillen feierten die Jungen und Mädchen vor der Bühne in der Hitze. Wer kein Tattoo hatte, ließ sich eben eines aufmalen. Wem es zu heiß wurde, der wedelte sich mit einem Programmheftchen Luft zu.

Auch für das leibliche Wohl der Besucher war gesorgt. Oliver Bedi ist mit seinem „Sunday Roast“ Mobile zum ersten Mal auf dem Mini-Rock-Festival. „Ich hab 25 Jahre Festival-Erfahrung zumindest als Gast“, erzählt Bedi. „Ich hatte einfach die Schnauze voll vom üblichen Festivalessen.“ Am Stand des gebürtigen Engländers gibt es „Shepard‘s Pie“ und Cider. „Unter allen, die ein Menü bestellen, verlosen wir auch eine Gitarre“, erzählt er. Der glückliche Gewinner der orangenen Gitarre wird am Samstag auf der Bühne bekannt gegeben. Das DRK ist mit insgesamt 60 Leuten aus allen Bereitschaftsgruppen rund um Horb vertreten. „Bis jetzt ist alles ruhig“, sagte Bereitschaftsleiter Ulrich Beuter. „Wir hoffen, es bleibt so.“

Weißwurstfrühstück gefällig? Für alle, die richtig in den zweiten und letzten Festivaltag des Mini-Rocks starten möchten, gibt es von 9 bis 13 Uhr ein deftiges Weißwurstfrühstück. Wer sich noch sportlich betätigen möchte kann ab 11 Uhr beim Mini-Rock-Festival-Skateareal loslegen. Ab 14 Uhr gibt es dort, einen Skate-Contest mit einer vierköpfigen Jury. Musikalisch geht es um 14.20 Uhr auf der Open-Air-Bühne mit „Horny Lulu“weiter. Das zehnte Mini-Rock-Festival wird die amerikanische Punk-Rock Band „Anti-Flag“abschließen. Danach wird im Aftershow-Zelt mit Mini-Rock-DJ „Captain Danger“ weitergefeiert.

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02.08.2014, 12:00 Uhr

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