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Mitmachen statt zuschauen

Besucher probierten bei der TSG neue Sportdisziplinen aus

Vom Torwandschießen über Klettern bis hin zum Lacrosse – beim gestrigen Familiensporttag der TSG Tübingen konnten die Besucher bei vielen Angeboten mitmischen.

25.06.2012
  • Sascha Geldermann

Tübingen. Kleine Entdecker krochen durch Tunnel, rollten über Matten und kletterten über Kästen, um alle Kontinente zu erforschen – und das alles direkt auf dem TSG-Vereinsgelände hinter dem Freibad. Die „Mobile Kinderturnwelt“ der Kinderturnstiftung Baden-Württemberg kam gestern genauso gut an wie in den Vorjahren. Betreut wurden die Kleinen bei ihrer Reise von der TSG Kindersportschule KISS. Deren Leiterin Marion Baitinger freute sich über die Kreativität des Nachwuchses: „Manche gehen mehrmals durch die Stationen und lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen.“

Zu den rund 2700 TSG-Mitgliedern gehören über 1200 Kinder und Jugendliche. „Das Programm des Familientages haben wir aber für alle Altersgruppen gestaltet“, sagte der zweite Vereinsvorsitzende Gerold Jericho. Seit 2007 bietet der Verein bei der jährlichen Veranstaltung komplett kostenlose Mitmachangebote für die ganze Familie – und jedes Mal lockt er damit Besucher im vierstelligen Bereich an.

Sehr beliebt war gestern die große Kletterwand an der Paul-Horn-Arena. Vor allem Kinder wagten sich in die Höhe – natürlich komplett abgesichert. Die meisten der 200 Mitglieder der Kletterabteilung sind aber Erwachsene. „Mehr als 15 000 Leute erklimmen die Kletterwand in jedem Jahr“, sagte Abteilungsleiter Heiko Pörtner. Das bringe an Sommerabenden Leben aufs Vereinsgelände.

Auf dem großen Areal war gestern überall etwas los. Und an vielen Ecken konnten die Besucher kleine Preise und Urkunden abstauben. Letztere gab es auch beim 30-Meter-Lauf. Die Leichtathletikabteilung maß hier die Zeiten – aber nicht etwa klassisch mit der Stoppuhr, sondern gut ausgerüstet mit Lichtschranken.

Beim Familiensporttag lernten die Besucher auch unbekannte Sportarten kennen, zum Beispiel den schnellsten Mannschaftssport auf zwei Beinen: Lacrosse. Mit dem Schläger wird der Ball gefangen, getragen und geworfen. Die Abteilung ist mit 40 Mitgliedern recht klein. „Der Deutsche Lacrosse Verband hat gerade mal 10 000 Mitglieder – beim Fußball liegt die Zahl in so manchem kleinem Dorf höher“, sagte der Abteilungsleiter der Herren Maximilian Stalter.

Auch Speedminton konnten die Besucher testen – es spielt sich fast wie Badminton, kommt aber ohne Netz aus. Der Sport wird draußen gespielt, sodass der Ball schwerer als beim Badminton ist – schließlich muss er dem Wind trotzen.

Alles war gestern aufs Mitmachen ausgelegt. „Nur beim Volleyball können die Besucher nicht mitmischen“, sagte Organisatorin Angelika Lutz. Der Grund: Die Volleyballer hatten gestern ein Turnier auf dem Gelände. Zugucken durfte hier natürlich jeder, sodass der Familiensporttag zumindest um einen Schauwert reicher war.

Beim Hockey Club Tübingen durfte dagegen der Schläger geschwungen werden. Zur TSG gehört der vor mehr als einem Vierteljahrhundert gegründete Verein nicht. „Aber der Familiensporttag passt gut zu unserem Konzept“, sagte die Hockeyspielerin Friederike Schaal.

Wer nach so vielen Sportangeboten ein bisschen verschnaufen musste, konnte beim Zelt der TSG-Gaststätte seinen Magen oder an den Infoständen seinen Kopf füllen. Neben dem Sportverein selbst präsentierte sich auch die Lebenshilfe als dessen diesjähriger Sozialpartner. Die Lebenshilfe-Vorsitzende Ingeborg Höhne-Mack freut sich sehr über die Offenheit der TSG. Sie sagte: „Hier bekommen Menschen mit Behinderung die Möglichkeit zum Mitmachen – und das nicht nur am Familiensporttag.“

Besucher probierten bei der TSG neue Sportdisziplinen aus
Die „Mobile Kinderturnwelt“ lud die jüngsten Besucher (vorne: der anderthalbjährige Neven mit seiner Mutter Vildana Sitter) wie in den vergangenen Jahren zu einer sportlichen Erforschung der Kontinente ein (im Hintergrund: Dirk Poff mit den dreijährigen Zwillingen Caja und Mea).

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25.06.2012, 12:00 Uhr

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