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Betonbarrieren und verstärkte Polizeipräsenz
Aufbau einer Betonblockade am Schlossplatz in Stuttgart: Zufahrten zu Weihnachtsmärkten werden vielerorts erschwert. Foto: dpa
Weihnachtsmärkte

Betonbarrieren und verstärkte Polizeipräsenz

In vielen Städten im Südwesten wird die Sicherheit verschärft. Absagen sind aber kein Thema.

21.12.2016
  • HANS GEORG FRANK, DOMINIQUE LEIBBRAND, PETRA WALHEIM, CHRISTOPH MAYER

Stuttgart. Nach dem Anschlag in Berlin werden die Sicherheitsvorkehrungen auf vielen Weihnachtsmärkten in Baden-Württemberg verschärft. Die Polizei in Stuttgart hat ihre Kräfte am Dienstag einem Sprecher zufolge aufgestockt – zudem bewachen nun Beamte mit Maschinenpistolen die Zugänge zum Weihnachtsmarkt. An Zufahrtsstraßen wurden gestern Nachmittag Betonbarrieren aufgestellt, um zu verhindern, dass – wie in Berlin – jemand mit einem Fahrzeug in die Besuchermassen rasen kann.

Nach wie vor gebe es keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdungslage für Stuttgart, sagte der Sprecher. Es gehe vielmehr darum, dem veränderten Sicherheitsbedürfnis der Menschen entgegenzukommen. Auch das Sicherheitskonzept für Silvester soll modifiziert werden. Vorgesehen sind unter anderem Videoüberwachung und ein Beleuchtungskonzept für die Innenstadt. Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt gehört mit seinen 285 Buden und Ständen, die sich auf die zentrale Plätze der City verteilen, zu den größten in Europa. Bis Freitag werden rund vier Millionen Besucher erwartet.

Ähnlich ist das Vorgehen in Ludwigsburg : Auch dort wird die Zufahrt zum Weihnachtsmarkt erschwert, um Nachahmungstaten zu vermeiden. An den Zufahrten werden durch Fahrzeuge der Technischen Dienste sowie der Feuerwehr mobile Sperren aufgestellt.

In Mannheim , mit rund 200 Hütten einer der größten Weihnachtsmärkte des Landes, gebe es nach einer Absprache zwischen Ämtern und Akteuren „keine Einschränkungen“, sagte ein Sprecher der veranstaltenden Messegesellschaft: „Wir sind sorgfältig wie immer, und wir lassen uns nicht unterkriegen.“ Der Markt rund um den Wasserturm mit täglichem Bühnenprogramm werde bis Freitag geöffnet bleiben. Auch in Ulm gibt es laut Polizei keine Änderungen im Sicherheitskonzept. OB Gunter Czisch will in den nächsten Tagen demonstrativ auf den Markt gehen – „und zwar ohne Polizeischutz“.

Der Weihnachtsmarkt in Heilbronn wird nicht vor dem geplanten Ende am Donnerstag abgebrochen. Es gebe „keine konkrete Gefährdung“, sagte Oberbürgermeister Harry Mergel (SPD). 70 Holzbuden sind vor dem Rathaus und auf dem Platz vor der Kilianskirche aufgebaut. Die Polizei hat dort, wie auf allen Weihnachtsmärkten der Region, die Präsenz „deutlich und sichtbar“ erhöht, heißt es aus dem Präsidium. Die Heilbronner Marketinggesellschaft hat als Veranstalter gestern Abend zu einer Schweigeminute aufgerufen. „Es geht darum, inne zu halten und unsere Anteilnahme auszudrücken“, sagte Geschäftsführer Steffen Schoch. In fast allen größeren Städten wurde gestern Abend der Opfer von Berlin gedacht.

In Konstanz will die Polizei zu den Hauptbesuchszeiten die Zufahrten zu den Ständen in der Innenstadt und am Bodensee-Ufer mit Dienstfahrzeugen blockieren. Die Präsenz von Polizei und Security werde „nach oben gefahren“, sagt Hans-Rudi Fischer, Leiter des Konstanzer Bürgeramts. In Freiburg wird der Terroranschlag in Berlin „als Einzelfall“ gesehen. Dort, wie in Konstanz ist der Besucherandrang gestern nicht merklich zurückgegangen. Aber die Menschen sind wachsamer. dl, hgf, wal, cmy

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21.12.2016, 06:00 Uhr

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