Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Betriebe melden gute Auftragslage
Auch im Baugewerbe sind die Auftragsbücher voll. Foto: dpa
Stuttgart

Betriebe melden gute Auftragslage

Unternehmen in der Region beobachten gespannt die US-Wahlen und die Entwicklung nach dem Brexit-Votum .

18.10.2016
  • SIMONE DÜRMUTH

Stuttgart. In der Region Stuttgart sind die meisten Unternehmen mit ihrer Geschäftslage zufrieden. So war der Tenor bei einer gemeinsamen Pressekonferenz von Industrie- und Handelskammer (IHK) und Handwerkskammer (HWK) in Stuttgart. Sechs von zehn Firmen rechneten mit stabilen, drei von zehn sogar mit besseren Geschäften. Vor allem das Ausbauhandwerk, gefolgt vom Bau, glänze mit guten Zahlen, sagt Rainer Reichhold, Präsident der HWK Region Stuttgart. Für das Weihnachtsgeschäft und das kommende Jahr falle die Prognose ebenfalls „verhalten positiv“ aus, da sind sich IHK und HWK einig. „Es ist genug Geld im Umlauf“, sagte Reichhold.

Konjunkturelle Dämpfer auf dem globalem Parkett sind für die Wirtschaft im Südwesten bislang ohne deutliche Folgen geblieben. So stelle sich zum Beispiel die Frage, wie sich nach dem Brexit-Votum der Briten die Handelsbeziehungen mit der Insel gestalten, sagt Georg Fichtner, Präsident der IHK Stuttgart. Aber auch die Präsidentenwahl in den USA werde beobachtet. Denn im Moment sei der Wechselkurs von Euro zu Dollar günstig. Je nachdem wer im November gewählt wird, könne sich das aber ändern.

Auch die Sanktionen gegen Russland hätten Auswirkungen auf die Wirtschaft der Region. Betriebe, die vom Export leben, aber auch deren Zulieferer, seien davon betroffen. Trotzdem wolle er nicht vor Sanktionen gegen Russland warnen. „Es ist sinnlos, wenn sich die Wirtschaft in die Politik einmischt“, erklärt Fichtner.

Fachkräfte fehlen

„Die Auftragsbücher sind voll, aber wir können sie nicht abarbeiten, weil uns die Fachkräfte fehlen“, umreißt Reichhold ein weiteres Problem. Darum müsse das Handwerk nach wie vor auf Ausbildung setzen. Auch für die Integration von Geflüchteten sei die Ausbildung ein probates Mittel. Allerdings wollten viele lieber arbeiten, als eine Ausbildung zu machen, bei der sie zunächst weniger verdienen. Ein weiterer Hemmschuh für die Ausbildung der Flüchtlinge sind laut IHK die oft schleppend verlaufenden Asylverfahren. Die Betriebe bräuchten hier Planungssicherheit.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

18.10.2016, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Wirtschaft im Profil

Die aktuelle Ausgabe unseres Business-Magazins Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball