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Stuttgart

Betrunkener Copilot: Passagiere saßen drei Tage fest

Nach der Festnahme eines betrunkenen Copiloten am Stuttgarter Flughafen haben am Montag noch immer einige der 106 Passagiere auf einen Ersatzflug nach Lissabon gewartet.

26.03.2018
  • dpa/lsw

Stuttgart. «Soweit wir als Flughafenbetreiber informiert sind, sollten alle Passagiere im Laufe des Tages weiterreisen», sagte eine Sprecherin des Flughafens. Zuvor seien die Fluggäste in Hotels untergebracht worden, sagte sie.

Der 40 Jahre alte Copilot war am Freitagabend kurz vor dem Abflug festgenommen worden. Einem Flughafenmitarbeiter waren ein unsicherer Gang und Alkoholgeruch aufgefallen, er informierte Luftaufsicht und die Polizei. Die Beamten stellten fest, dass der Pilot betrunken war. Was nun auf den Mann zukommt, blieb am Montag zunächst offen.

«Die Mehrheit der Passagiere ist bereits in Lissabon angekommen, da sie Plätze auf nachfolgenden Flügen bekommen haben, andere sind noch unterwegs und einige haben ihre Reisetermine ihren Wünschen entsprechend umgeändert», teilte eine Sprecherin der Airline der TAP Air Portugal am späten Montagnachmittag mit.

Von dem Copiloten wurde eine Sicherheitsleistung von 10 000 Euro verlangt, um wieder auf freien Fuß zu kommen. «Die Fluggesellschaft hat ein internes Untersuchungsverfahren eingeleitet und wird die sich daraus ergebenden Maßnahmen ergreifen», hieß es von der TAP Air Portugal. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Stuttgart sagte, man habe dem Mann Blut abgenommen, um den Alkoholgehalt zu bestimmen. Dazu müsse man nun auf ein entsprechendes Gutachten warten. Auch die Lizenz des Copiloten sei zunächst beschlagnahmt worden. Ob und wann der Mann diese Genehmigung wieder erhalte, sei momentan unklar.

Am Samstag hieß es, gegen den Mann werde wegen des Verdachts der versuchten Gefährdung des Luftverkehrs ermittelt. Die Untersuchungen konzentrierten sich nun auf die Frage, inwieweit der Mann überhaupt vorgehabt hatte, eine gefährliche Situation herbeizuführen. «Die Staatsanwaltschaft prüft momentan, inwieweit sich diese Angelegenheit im strafbaren Bereich abgespielt hat», fügte ein Sprecher hinzu.

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26.03.2018, 14:33 Uhr | geändert: 26.03.2018, 19:20 Uhr

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