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Will präzisere Gesetze

Bewerber um die Landtagskandidatur der Tübinger FDP (1): Sascha Schmidt

Es sind berufliche Erfahrungen, die Sascha Schmidt bewegen, sich um die Landtagskandidatur der FDP zu bewerben. Der studierte Archäologe ist Unternehmensberater. Nach seiner Beobachtung leidet manches wichtige Infrastrukturprojekt unter übertriebenen, ungenauen oder auch unsinnigen Vorschriften.

14.07.2015
  • Renate Angstmann-Koch

Tübingen. Beispiel Brücke: Wer eine Brücke saniert und unverändert lässt, brauche keine Genehmigung – selbst wenn das Regenwasser von der Fahrbahn wie eh und je beidseits in den Bach geleitet wird. Wer hingegen eine ökologische Verbesserung anstrebt und ein Regenrückhaltebecken plant, brauche ein umfangreiches Genehmigungsverfahren.

Ökologische Projekte sollten vereinfacht werden, findet Sascha Schmidt. Der FDP-Kreisvorsitzende möchte, dass genauer auf die Auswirkungen von Gesetzen geachtet wird. Der Vater zweier Kinder hat beim Landesdenkmalamt, beim Stuttgarter Regierungspräsidium und zwei Unternehmensberatungen gearbeitet, etwa den Regiowin-Wettbewerb betreut. Neben Europathemen liegen dem früheren Zeitsoldaten Sicherheitsfragen nahe.

„Mir ist eine ordentliche Regulierung sehr wichtig“, sagt Schmidt: „Wir können in Konsequenz und Ehrlichkeit besser werden.“ Es würde sich lohnen, bei Infrastrukturprojekten „die Jährlichkeit des Haushaltsplans zu durchbrechen“, die Mittel also für das ganze Projekt und nicht nur für ein Jahr zu vergeben.

Beispiel Bildung: Bei der Inklusion müsse man die Steuerung verbessern, um „den Eltern der Kinder ohne besonderen Betreuungsbedarf die Angst zu nehmen“, sagt der Elternbeiratsvorsitzende einer Grundschule. Auch Datenschutz sei wichtig, „wir müssen darauf achten, dass wir Jugendlichen die Möglichkeit lassen, Dummheiten zu machen“ – ohne sich durch einen unbedachten Facebook-Eintrag zu schaden. Junge Flüchtlinge sollten während ihrer Ausbildung im Land bleiben können. Der Verfassungsschutz müsse gestärkt, aber vom Parlament besser kontrolliert werden. Auch der Breitbandausbau ist Schmidt wichtig, damit der Zuzug vom Land in die Ballungsräume nachlässt.

Info Die FDP nominiert am morgigen Mittwoch, 15. Juli, von 20 Uhr an im „Casino“ am Neckar ihren Landtagskandidaten für 2016. Neben Sascha Schmidt bewirbt sich Dietmar Schöning um die Kandidatur.

Bewerber um die Landtagskandidatur der Tübinger FDP (1): Sascha Schmidt
Sascha Schmidt, 44. Bild: Metz

Haben Sie politische Vorbilder?
Jein. Es gibt immer Dinge, die Menschen gemacht haben, die ich vorbildhaft finde. Jeder Mensch hat jedoch gute und schlechte Seiten, deshalb habe ich keine Vorbilder. Eines ist mir jedoch sehr wichtig: Fehler möglichst nur einmal zu machen, es gibt noch genug neue.

Wo verorten Sie sich im Spektrum Ihrer Partei?
Ich bin weder besonders konservativ noch besonders links. In bürgerrechtlichen Fragen bin ich liberal. So möchte ich, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften gleichgestellt werden. Mich interessieren ordnungspolitische Fragen. Ich bin etwa gegen die Ausweitung des Alkoholverkaufsverbots, drogenpolitisch sollte manches anders laufen.

Warum wollen Sie in den Landtag?
Ich finde, dass bei der Gesetzgebung stärker darauf geachtet werden muss, welche Konsequenzen über den gewünschten Effekt hinaus ausgelöst werden. Mich interessiert somit auch sehr die Parlaments-, nicht nur die Regierungsarbeit.

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