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Zurück zu den Wurzeln

Bezirksliga-Ausblick (15): Neu-Trainer Hovsep Yigit will Gündringer Weg fortführen

Als letztjähriger Aufsteiger ins Bezirks-Oberhaus auf Anhieb Vierter hinter den „großen Drei“ aus Freudenstadt, Wachendorf und Holzhausen – das kann sich wahrlich sehen lassen. Nun trat Hovsep Yigit das Trainer-Erbe von Thomas Zistler an, der in vier Jahren als Coach des SV Gündringen wahrlich Großes geleistet hat.

16.08.2014
  • Willy Bernhardt

Gündringen. Das weiß der Böblinger Hovsep Yigit natürlich, hat der mit armenischen Wurzeln ausgestattete gebürtige Istanbuler doch seinerzeit als B-Jugendlicher erstmals in Deutschland seine Kickstiefel für den SV Gündringen geschnürt und gemeinsam mit seinem Trainer-Vorgänger Thomas Zistler später dann auch schon aktiv gespielt. In der Verbandsstaffel-A-Jugend des TuS Ergenzingen kickte er genau so wie später dann von der Kreisliga B bis hoch zur Landesliga. Mit dem SV Oberjesingen stieg er als Spieler von der B- in die A-Liga auf und mit dem VfL Nagold schaffte er sogar den Aufstieg von der Landes- in die Verbandsliga. Seine Trainerlaufbahn schlug Hovsep Yigit bereits mit 26 Jahren ein und trainierte seither von der Kreisliga B bis zur Bezirksliga Böblingen / Calw und schaffte als langjähriger Co-Trainer des bekannten Harald Hammer mit den SF Gechingen sogar den Aufstieg in die Landesliga. Zuletzt arbeitete Yigit als Co-Trainer beim TSV Hil drizhausen. Nun also kehrt Yigit quasi zu seinen „Wurzeln“ und damit nach Gündringen zurück.

Über die WFV-Trainerbörse fand Yigit den Weg nach Gündringen (zurück) und bereits nach zwei Gesprächen mit den SVG-Verantwortlichen sei man sich einig geworden. Der neue Trainer verweist von sich aus und ausdrücklich darauf hin, dass seine Gündringer „Vergangenheit“ dabei durchaus hilfreich gewesen sein könnte. Der einer der Hauptgründe sei für ihn mit gewesen, in Gündringen eine junge und gut ausgebildete Bezirksliga-Mannschaft übernehmen zu können, in deren Reihen sich einige Sprösslinge früherer Teamkollegen inzwischen tummeln. Erleichtert habe ihm die Entscheidung pro Gündringen auch der Umstand, im dortigen Umfeld eine „stabile Lage“ vorgefunden zu haben. Schon im letzten Mai wurden rechtzeitig Nägel mit Köpfen gemacht. Ausgangs der letzten Saison hat der neue SVG-Coach seinen künftigen Verein bereits zweimal persönlich unter die Lupe genommen und dabei festgestellt, „dass diese junge Mannschaft ein gutes Potenzial besitzt, auf dem man aufbauen kann“.

Wie bei den meisten anderen Vereinen auch hat er freilich seit dem offiziellen Trainingsauftakt am 14. Juli so machen Höhen und Tiefen in Sachen Trainingsbeteiligung erlebt, was mit Urlaub, Studium sowie Verletzungen jedoch erklärbar sei. Doch Hovsep Yigit hat in dieser Zeit schon erkannt, dass die Stärke des SV Gündringen „eindeutig im vorhandenen Potenzial der einzelnen Spieler liegt“. Dieses gelte es künftig „noch stärker herauszukitzeln“. Doch Voraussetzung hierfür sei eine gute Trainingsbeteiligung. „Da wir einen sehr kleinen Kader haben, müssen wir unter anderem noch mehr über eine geschlossene Mannschaftsleistung diese Saison angehen. Wir müssen auch unser Positionsspiel und unser Spielsystem variabel gestalten.“

Klar sei die Bezirksliga Nördlicher Schwarzwald für ihn als Spieler und Trainer bislang „Neuland“, was seine positiven wie auch negativen Seiten habe. Umso wichtiger sei es, sich auf die eigenen Stärken zu fokussieren „und eigenen Möglichkeiten zu 100 Prozent abzurufen“. Alles andere ergäbe sich dann und man müsse sich darauf dann gegebenenfalls einstellen. Ihm ist klar, dass Gündringen nun „kein Aufsteiger mehr ist und als spielstarke Mannschaft wahrgenommen wird“. Deshalb müsse sich das Team darauf einstellen, in jedem Spiel bis ans Limit gehen zu müssen. Auch hinsichtlich der dünnen Spielerdecke sei für ihn, Yigit, „ein angestrebter Mittelfeldplatz realistisch und als dann erfolgreich verlaufene Saison zu sehen“.

Interessant auch, wie Hovsep Yigit die Spielerkonstellation beim SV Gündringen, bei dem weiterhin konsequent auf die Jugend und die gute Zusammenarbeit auch mit dem großen Nachbarn VfL Nagold gesetzt wird, beurteilt. „Für mich sind alle meine Spieler Schlüsselspieler. Jeder hat eine Aufgabe zu erfüllen, sei es im Spiel, als Einwechselspieler oder auch diejenigen, die für einen internen Konkurrenzkampf sorgen. Jeder Spieler, inklusive Trainer und Vereinsführung, sind ein Teil vom Ganzuen und nur das ist zu bewerten.“ Und dann baut Hovsep Yigit natürlich auch, wie bereits sein erfolgreicher Vorgänger Thomas Zistler, auf die Unterstützung der treuen Gündringer Fans.

Bezirksliga-Ausblick (15): Neu-Trainer Hovsep Yigit will Gündringer Weg fortführen
Kommen von der A-Jugend des VfL Nagold rüber nach Gündringen: Deniz Sanli und Mustafa Yildiz (von links). Nicht auf dem Bild sind die weiteren Zugänge Marcel Kosec (FC Iselshausen), Marius Carl (TuS Ergenzingen) sowie Muhamet Fakili, Tobias Katz und Moritz Linder, allesamt aus der eigenen Jugend. Bild: wib

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16.08.2014, 12:00 Uhr

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